Frau ertrinkt

Taifun „Hagupit“ auf Zerstörungszug über Philippinen

Taifun „Hagupit“ hat auf den Philippinen wie befürchtet Bäume und Strommasten umgerissen, Häuser zerstört sowie Überschwemmungen gebracht.

 

Der Taifun "Hagupit" hat im Osten der Philippinen Häuser eingerissen und Küstenorte mit Flutwellen überschwemmt. Der Wirbelsturm hatte am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde die abgelegene Insel Samar erreicht. Der Wind habe vor allem an der Küste Häuser "weggeblasen", sagte die Bürgermeisterin der Stadt Catbalogan, Stephanie Uy-Tan, am Sonntagmorgen. Eine Frau in Catarman auf der Insel Samar sei ertrunken, teilten die Katastrophenbehörden mit.

Der Wind habe Bäume und Stromleitungen umgerissen und Dächer abgedeckt. Viele Gebiete stünden unter Wasser.

In der Stadt Tacloban, die vor einem Jahr von dem verheerenden Supertaifun "Haiyan" verwüstet wurde, wurden Behelfsunterkünfte aus Palmenzweigen zerstört, wie der stellvertretende Bürgermeister Jerry Yaokasin sagte. Ersten Erkenntnissen zufolge gebe es aber keine Todesopfer. Die Stadt sei dieses Mal "besser vorbereitet" gewesen, bis zu 50.000 Menschen seien vorsorglich in Notunterkünften untergebracht worden.

Auch in der Region Bicol, wo "Hagupit" am Sonntag und Montag erwartet wurde, brachten sich hunderttausende Menschen in Schulen, Kirchen und anderen Notunterkünften in Sicherheit. In der Stadt Legaspi schwappten mehr als einen Meter hohe Wellen über die Ufermauern.

Es wird erwartet, dass "Hagupit" drei Tage braucht, um über die Philippinen hinwegzuziehen. Die örtliche Wetterbehörde Pagasa und das Taifunwarnzentrum der US-Marine haben leicht unterschiedliche Verläufe des Wirbelsturms vorhergesagt, wobei das US-Zentrum davon ausgeht, dass "Hagupit" noch näher an die Hauptstadt Manila heranrückt. Über dem Land hat sich der Taifun jedoch bereits abgeschwächt. Am Sonntagmorgen wurden nur noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde gemessen.

Bei dem Taifun "Haiyan", der mit den stärksten jemals gemessenen Sturmböen von bis zu 315 Kilometern pro Stunde auf Land traf, waren im November 2013 mehr als 7350 Menschen ums Leben gekommen.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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