"Jebi" ist der stärkste Taifun seit rund 25 Jahren, der auf das japanische Archipel getroffen ist. Foto: Kota Endo/Kyodo News/AP
1 von 10
"Jebi" ist der stärkste Taifun seit rund 25 Jahren, der auf das japanische Archipel getroffen ist. Foto: Kota Endo/Kyodo News/AP
Im Hafen der Stadt Nishinomiya hat Taifun "Jebi" Kräne umgestürzt. Foto: Hiroko Harima/Kyodo News via AP
2 von 10
Im Hafen der Stadt Nishinomiya hat Taifun "Jebi" Kräne umgestürzt. Foto: Hiroko Harima/Kyodo News via AP
Verbrannte Autos stehen auf einer künstlichen Insel vor Nishinomiya unweit von Osaka. Meerwasser war vom Taifun "Jebi" auf die Insel gespült worden und hatte in den Wagen Kurzschlüsse ausgelöst. Foto: Hiroko Harima/kyodo
3 von 10
Verbrannte Autos stehen auf einer künstlichen Insel vor Nishinomiya unweit von Osaka. Meerwasser war vom Taifun "Jebi" auf die Insel gespült worden und hatte in den Wagen Kurzschlüsse ausgelöst. Foto: Hiroko Harima/kyodo
Der internationale Flughafen Kansai ist teilweise überschwemmt. Foto: Kentaro Ikushima/Mainichi Newspaper/AP
4 von 10
Der internationale Flughafen Kansai ist teilweise überschwemmt. Foto: Kentaro Ikushima/Mainichi Newspaper/AP
Die Brücke, die den Kansai International Airport auf einer Insel mit dem Festland verbindet, ist schwer beschädift worden. Foto: Hiroko Harima/kyodo
5 von 10
Die Brücke, die den Kansai International Airport auf einer Insel mit dem Festland verbindet, ist schwer beschädift worden. Foto: Hiroko Harima/kyodo
Die Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Wirbelsturms betrugen zeitweise bis zu 216 Kilometer die Stunde. Foto: Koji Sasahara/AP
6 von 10
Die Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Wirbelsturms betrugen zeitweise bis zu 216 Kilometer die Stunde. Foto: Koji Sasahara/AP
Ein Polizeiwagen steht in Osaka vor einem umgekippten Lastwagen. Foto: Kota Endo/Kyodo News/AP
7 von 10
Ein Polizeiwagen steht in Osaka vor einem umgekippten Lastwagen. Foto: Kota Endo/Kyodo News/AP
Die Wucht des Taifuns hat an einem Gebäude in Osaka ein Baugerüst abstürzen lassen und Teile der Fassade abgerissen. Foto: Nobuki Ito/Kyodo News/AP
8 von 10
Die Wucht des Taifuns hat an einem Gebäude in Osaka ein Baugerüst abstürzen lassen und Teile der Fassade abgerissen. Foto: Nobuki Ito/Kyodo News/AP

Stärkster Sturm seit 25 Jahren

Mindestens elf Tote durch Taifun "Jebi" in Japan

Der stärkste Sturm seit 25 Jahren wütet in Japan, bevor er sich abschwächt. Besonders betroffen ist die Hauptinsel Honshu. In der Präfektur Osaka fallen Flüge aus, Hunderttausende sind ohne Strom.

Tokio (dpa) - Beim Durchzug von Taifun "Jebi" sind in Japan mindestens elf Menschen getötet worden. Etwa 600 wurden durch den stärksten Sturm seit 25 Jahren verletzt, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten.

Vor allem auf Japans Hauptinsel Honshu sorgte "Jebi" für Schäden, Stromausfälle und Flugausfälle. In der Nacht zum Mittwoch zog der Taifun weiter Richtung Norden und brachte der Insel Hokkaido heftige Regenfälle, danach stuften ihn die Behörden zum Tropensturm herunter.

"Jebi" war der 21. Taifun dieser Saison in Japan, seine Windgeschwindigkeiten erreichten zeitweise bis zu 216 Kilometer pro Stunde. Bereits Juli lösten heftige Regenfälle Erdrutsche und Überschwemmungen aus, 226 Menschen kamen ums Leben.

Auf Honshu wütete "Jebi" vor allem in der westlichen Region um die Großstadt Osaka. In der gleichnamigen Präfektur starben acht der elf Taifun-Opfer. Vier von ihnen seien offenbar auf höher gelegenen Orten wie Dächern vom starken Wind erfasst worden und heruntergestürzt, berichtete der TV-Sender NHK. Andere kamen demnach durch umherwirbelnde Gegenstände ums Leben.

Der auf einer künstlichen Insel gelegene Internationale Flughafen Kansai in der Präfektur Osaka blieb am Mittwoch geschlossen, dort waren eine Rollbahn und das Erdgeschoss des Flughafenterminals am Dienstag überflutet worden. Weitere 162 Flüge fielen am Mittwoch aus. Unklar sei, wann der Flugbetrieb wieder normal laufen könne, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Etwa 3000 Menschen mussten die Nacht einem Bericht des Senders NHK zufolge auf dem Flughafen verbringen: Ein in der Osaka-Bucht ankernder Tanker war im Sturm abgetrieben und gegen eine Brücke geprallt, die den Flughafen mit dem Festland verbindet. Die elf Personen an Bord des Schiffes blieben unverletzt. Am Mittwochmorgen begannen die Behörden, einige der gestrandeten Menschen auf Fähren zum nahe gelegenen Flughafen Kobe zu bringen, andere wurden mit Bussen auf das Festland gefahren. Rund 500.000 Menschen in Osaka und fünf Präfekturen waren am Nachmittag weiter vom Strom abgeschnitten, wie das Unternehmen Kansai Electric Power mitteilte.

Von den Auswirkungen des Unwetters ist auch Fußballstar Lukas Podolski betroffen, der für den japanischen Club Vissel Kobe spielt. Demnach war Podolski in den vergangenen Tagen aus Reisen und konnte anschließend von Tokio aus nicht zu seiner Familie nach Kobe zurückkehren: "Ich komme nicht weg", zitierte die Zeitung "Express" den Ex-Nationalspieler. "Züge, Flüge, Autobahnen - alles ist zu."

Lesen Sie auch: Tropensturm in Thailand: Zehntausende Urlauber fliehen vor "Pabuk"

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Ein Jahr im Packeis: Eisbrecher "Polarstern" gestartet
Für ein Jahr lassen sich Forscher mit dem deutschen Eisbrecher "Polarstern" in der Arktis einfrieren. Ziel ist mehr Wissen zum Weltklima. Als "höchste berufliche …
Ein Jahr im Packeis: Eisbrecher "Polarstern" gestartet
Lage bei der Bahn entspannt sich nach Sturm im Norden
Übernachten in einem stehenden ICE oder stundenlanges Warten: Ein heftiger Sturm hat vielen Fahrgästen der Bahn Probleme beschert. Am Morgen entspannt sich die Lage - …
Lage bei der Bahn entspannt sich nach Sturm im Norden
Fahrer oft betrunken: Viele Unfälle mit E-Scootern in Berlin
Sie stehen, liegen und rollen an vielen Ecken: E-Scooter, elektrobetriebene Tretroller. Die angeblichen Shootings-Stars des innerstädtischen Verkehrs verursachen viele …
Fahrer oft betrunken: Viele Unfälle mit E-Scootern in Berlin
Die Bahamas kämpfen mit den Folgen des Hurrikans "Dorian"
Auf den Bahamas hat der Hurrikan "Dorian" große Verwüstung hinterlassen. Auch wenn der Sturm inzwischen abgezogen ist, werden die Auswirkungen den karibischen Inselstaat …
Die Bahamas kämpfen mit den Folgen des Hurrikans "Dorian"