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So wütetete Taifun "Nesat" auf den Philippinen

Taifun "Nesat" erreicht den Süden Chinas

Hongkong - Taifun "Nesat" ist unterwegs nach Hongkong. In der Stadt bleibt neben Geschäften auch die Börse geschlossen. Auch über den Kleinen Antillen wütet ein Tropensturm.

Der Taifun “Nesat“ hat den Süden Chinas erreicht. Zuvor hatte der Sturm auf den Philippinen mindestens 50 Menschen das Leben gekostet und eine Spur der Verwüstung zurückgelassen. “Nesat“ traf gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) am Donnerstag an der östlichen Spitze der chinesischen Insel Hainan auf Land, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Behörden schlossen Schulen, setzten Fährdienste aus und beorderten Fischerboote in die Häfen zurück. Laut Xinhua wurden auf den zwei Flughafen auf Hainan rund 67 Flüge abgesagt.

“Nesat“ ist bereits der 17. Taifun und vermutlich der stärkste, der die Insel Hainan in diesem Jahr trifft.

Der Sturm war zuvor an Hongkong vorbeigezogen, wo der Handel an der Börse ausgesetzt wurde und Geschäfte sowie Unternehmen vorsorglich geschlossen blieben. Über große Schäden war nichts bekannt. Allerdings wurden zwei Menschen verletzt, als ein aus Bambus hergestelltes Baugerüst vom Wind umgeworfen wurde und auf ein Taxi stürzte. Wie der örtliche Sender RTHK berichtete, wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum verletzt. Ein Schleppkahn habe sich in der stürmischen See von seinem Ankerplatz gelöst und sei gegen einen Uferdamm auf Hongkong Island geprallt, hieß es in Medienberichten. Dadurch hätten nahegelegene Wohnungen evakuiert werden müssen.

Am Flughafen von Hongkong hatten 245 Flüge Verspätung, 20 weitere wurden abgesagt und 22 an andere Flughäfen umgeleitet. Der Sturm näherte sich Hongkong am Morgen bis auf 350 Kilometer, bis er weiter zog, wie das Hongkonger Observatorium mitteilte.

Knapp 500.000 Menschen im Norden der Philippinen betroffen

Auf den Philippinen hatte der Sturm heftige Überflutungen in der Hauptstadt Manila ausgelöst. Zwar ging das Hochwasser in den meisten Teilen des Landes zurück, in vielen niedrig gelegenen Gebieten im Norden blieb die Lage aber kritisch. Der Bürgermeister der Stadt Jaen in der Provinz Nueva Ecija forderte die Regierung zur Hilfe auf. Viele der 63.000 Einwohner seiner Gemeinde müssten gerettet werden, die örtlichen Behörden verfügten aber nur über vier Rettungsboote. Viele Menschen säßen noch immer auf den Dächern ihrer Häuser, sagte er. Es gebe nicht genügend Boote, um sie zu erreichen und sie mit Lebensmitteln zu versorgen.

Auf den Philippinen gelten noch immer 45 Menschen als vermisst. Insgesamt waren knapp 500.000 Menschen von dem Taifun im Norden des Landes betroffen. Davon mussten rund 170.000 ihre Häuser verlassen. Die Regierung schätzt den Schaden auf Farmen und an Infrastruktur auf 1,15 Milliarden Pesos (19,3 Millionen Euro).

Tropensturm "Ophelia" wütet über Kleinen Antillen

Tropensturm “Ophelia“ hat über den Kleinen Antillen in der östlichen Karibik wieder an Stärke gewonnen. Auf der Insel Dominica wurden zahlreiche Ortschaften überflutet. “Es ist ziemlich schlimm“, sagte ein Behördenvertreter. Etwa 1.600 Menschen seien von der Außenwelt abgeschnitten und fast ein Dutzend Autos weggespült worden. Schulen, Geschäfte und Ämter sowie ein Flughafen waren am Mittwoch geschlossen. In einigen Gemeinden brach die Stromversorgung zusammen. Es wurden weitere Überschwemmungen erwartet. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) entwickelte “Ophelia“ Windgeschwindigkeiten von etwa 85 Kilometern pro Stunde. Der Tropensturm könnte bis Samstag zum Hurrikan werden. Er dürfte östlich an Bermuda vorbeiziehen.

dapd

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