+
Der heftige Taifun “Roke“ ist am Mittwoch auf die japanische Küste getroffen und hat mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen.

Taifun "Roke": 260.000 Haushalte ohne Strom

Tokio - Der heftige Taifun “Roke“ ist am Mittwoch auf die japanische Küste getroffen und hat mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen. Einige der Opfer wurden laut Medienberichten von angeschwollenen Flüssen fortgerissen.

Lesen Sie auch:

Taifun: 1,3 Millionen Japaner werden evakuiert

Mit Sturm und Starkregen hat der Taifun “Roke“ am Mittwoch die japanische Hauptstadt Tokio erfasst. Der Zugverkehr kam zum Erliegen, Zehntausende Pendler saßen auf Bahnhöfen fest. In der Mitte des Landes waren fast 260.000 Haushalte ohne Strom. “Roke“ war mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 160 Kilometern pro Stunde in der Nähe der Stadt Hamamatsu, rund 200 Kilometer westlich von Tokio, auf Land getroffen. Sechs Menschen kamen in dem Wirbelsturm ums Leben oder wurden vermisst, wie Medien und Behörden erklärten.

Bilder aus der Katastrophenregion

Taifun "Roke" trifft Japan: Viele Opfer

“Roke“ sollte auch die Region Tohoku erreichen, die im März von einem Erdbeben und einem Tsunami verwüstet wurde. Auf dem erwarteten Weg der Sturms lag auch das Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi, das bei der Naturkatastrophe schwer beschädigt wurde. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco erklärte, einige Arbeiten an der Anlage seien unterbrochen worden. Eine Gefahr für die Kühlsysteme bestehe jedoch nicht.

Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Der Autobauer Toyota stellte die Produktion in seinem Werk in Aichi am Nachmittag vorsorglich ein. Auch Nissan und der Maschinenhersteller Mitsubishi schickten Beschäftigte vorzeitig nach Hause oder schlossen Werke vorübergehend. Mehr als 200 Inlandsflüge und einige Bahnverbindungen wurden gestrichen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

Menschen mit Schlauchbooten gerettet

Mehr als eine Million Menschen wurden nach Berichten japanischer Medien aufgefordert oder angewiesen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Es wurde befürchtet, dass ihre Häuser überschwemmt oder von Erdrutschen begraben werden könnten. In Nagoya, rund 270 Kilometer westlich von Tokio, zeigten Fernsehbilder, wie Menschen durch knietiefes Wasser wateten. Einige Bewohner mussten mit Schlauchbooten aus ihren Häusern geholt werden.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Immer mehr schwere Unfälle mit E-Bikes
E-Bikes werden immer beliebter. Die Zahl der schweren Unfälle steigt. Oft trifft es Senioren.
Immer mehr schwere Unfälle mit E-Bikes
Tausende Urlauber in Zermatt und St. Anton eingeschneit
"Schneesicher - 365 Tage im Jahr": Der Werbespruch Zermatts bekommt zunehmend einen bitteren Beigeschmack angesichts der erneuten Bahn- und Straßensperre. Auch in St. …
Tausende Urlauber in Zermatt und St. Anton eingeschneit
Papst auf der Rückreise: Proteste am letzten Tag
Am Sonntag beendete der Papst seine Lateinamerika-Reise. Auch bei seinem letzten Gottesdienst in Lima gab es Proteste wegen Missbrauch-Skandalen in der Kirche.
Papst auf der Rückreise: Proteste am letzten Tag
Metzger zu neuen Fleisch-Drinks: „Wir sind auf eine Marktlücke gestoßen“
Hühnchen oder Rind aus der Flasche: Seit gut sechs Wochen ist Metzgermeister Peter Klassen mit neuen Fleisch-Drinks auf dem Markt.
Metzger zu neuen Fleisch-Drinks: „Wir sind auf eine Marktlücke gestoßen“

Kommentare