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Mit lebensgroßen Puppen hatten Ermittler den Absturz von Tanja Gräff nachgestellt.

Dutzende neue Hinweise

Tote Tanja Gräff: Bringt ihr Handy Licht ins Dunkel? 

Trier - Die Ermittlungen zum rätselhaften Tod der Studentin Tanja Gräff sind in vollem Gang: Dutzende neue Hinweise werden geprüft, auf ihrem alten Handy konnten Daten gesichert werden.

Unglück oder Mord: Wie starb Tanja Gräff?

In dem halben Jahr nach dem Fund der sterblichen Überreste der Studentin Tanja Gräff sind 81 neue Hinweise bei der Polizei eingegangen. Ein Großteil davon sei abgearbeitet, sagte ein Polizeisprecher in Trier. Wann die Ermittlungen abgeschlossen würden, sei aber noch unklar: Es liefen noch Vernehmungen. „Jedem Hinweis wird nachgegangen“, sagte er.

Das Skelett der jahrelang vermissten Studentin war im Mai unterhalb einer steilen Felswand in Trier-Pallien bei Rodungsarbeiten gefunden worden. Sie hatte im Juni 2007 bei einem Sturz aus 50 Metern Höhe tödliche Verletzungen erlitten. Die Umstände ihres Todes sind bisher unbekannt. Die Kernfrage bleibt, ob die 21-Jährige verunglückte oder ob sie möglicherweise in den Tod gestoßen wurde.

Experten des Landeskriminalamtes hätten von Gräffs Handy, das am Fundort geborgen wurde, Daten gesichert, sagte Triers Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Zur Relevanz der Daten könne aber erst etwas gesagt werden, wenn sie ausgiebig bewertet und in einer Gesamtschau analysiert worden seien.

Die Auswertung des Handys sei aufgrund der alten Technik und des Gerätezustands aufwendig gewesen, sagte der Polizeisprecher. Eine Sonderkommission der Trierer Polizei ermittelt nach wie vor wegen eines möglichen Tötungsdeliktes. Wenn alle Ergebnisse vorliegen, wollen Polizei und Staatsanwaltschaft darüber informieren.

Nach dem Verschwinden von Gräff 2007 bei einem Sommerfest der Hochschule Trier waren die Ermittler lange davon ausgegangen, dass die Studentin Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Nach dem Fund der Knochen ist dies nicht mehr sicher: Nach einem rechtsmedizinischen Gutachten ist sie beim Sturz an der Felswand gestorben - an den Knochen fanden sich keine Spuren eines möglichen Täters.

dpa

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