German Comic Con, Dortmund
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Tausende Comic-Fans können bis zum Sonntagabend nach Dortmund zur "German Comic Con" pilgern. Dort werden bis zu 30.000 Besucher erwartet.
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Tausende Comic-Fans können bis zum Sonntagabend nach Dortmund zur "German Comic Con" pilgern. Dort werden bis zu 30.000 Besucher erwartet.
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Tausende Comic-Fans können bis zum Sonntagabend nach Dortmund zur "German Comic Con" pilgern. Dort werden bis zu 30.000 Besucher erwartet.
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Tausende Comic-Fans können bis zum Sonntagabend nach Dortmund zur "German Comic Con" pilgern. Dort werden bis zu 30.000 Besucher erwartet.

Vom Strich zum Superhelden

Tausende besuchen erste German Comic Con in Dortmund

Dortmund - Tausende Comic-Fans können bis zum Sonntagabend nach Dortmund zur "German Comic Con" pilgern. Dort werden bis zu 30.000 Besucher erwartet.

Erst die Konturen, dann die Schattierungen: Strich für Strich entsteht so die „Batman“-Figur. Ariel Olivetti zeichnet sie im Profil, konzentriert, ohne aufzuschauen. Zum Schluss setzt er seine Signatur darunter - in das Buch, das ihm ein Fan auf den Tisch gelegt hat. Olivettis Zeichenhandschuh zeigt deutliche Gebrauchsspuren, blaue und schwarze Tinte auf dem hellen Stoff.

Zeichnen ist sein Beruf, an berühmten Comics wie „Batman“ und „Daredevil“ hat der Argentinier mitgewirkt - auf der German Comic Con in den Dortmunder Westfalenhallen, die am Samstag begonnen hat, präsentiert er sein Können. Derzeit arbeitet er an der neuen Marvel-Serie „Venom“, einem „Spider-Man“-Ableger, der noch in diesem Monat auf den Markt kommen soll.

„Ich bin gerne hier und genieße es, neue Künstler kennenzulernen und Fans zu treffen“, sagt Olivetti und gibt dem jungen Bewunderer das signierte Buch zurück. „Das Niveau ist hier genau so hoch wie in San Diego.“

Die International Comic Con in San Diego ist seit 1970 zum größten und bekanntesten Anlaufpunkt der Szene geworden. Dort trifft sich das Who-is-who der Zeichner. Aber auch Hollywood hat die Messe längst als Promotion-Standort entdeckt, um die neuesten Comic-Verfilmungen, Sci-Fi- und Fantasy-Projekte zu bewerben. 130 000 Fans treffen sich mittlerweile jedes Jahr dort.

Die Schau in den USA ist das große Vorbild der deutschen Veranstalter. Rund 30 000 Besucher sollen es bis Sonntagabend in Dortmund werden, rund 15 000 waren bereits am Samstag da. Seit Tagen sind die Tickets ausverkauft. Viele Fans haben sich als Comic- oder Filmhelden verkleidet.

Im nächsten Jahr planen die Organisatoren die Messe zu erweitern. „Doppelt so groß soll sie dann werden“, sagt Veranstalter Markus Borchert. Damit wäre sie dann auch deutlich größer als zum Beispiel die „Connichi“-Messe in Kassel, die sich seit Jahren der Manga- und Anime-Szene widmet.

Borchert ist es gelungen, neben bekannten Zeichnern einige prominente Schauspieler für das Treffen in Dortmund zu gewinnen. Als erster betritt Manu Bennett, Hauptdarsteller der US-Serie „Arrow“, die Bühne. Ihm folgen unter anderem Rory McCann und Nathalie Emmanuel, die den Fans aus der Erfolgsserie „Game of Thrones“ bekannt sind.

Im dem Fantasy-Spektakel spielt der hünenhafte Schotte McCann den „Bluthund“, einen brutalen, wortkargen Krieger. Auf der Bühne sitzt er brav lächelnd mit Basecap. „Du siehst ja gar nicht so hässlich und fies aus wie in der Serie“, sagt eine Besucherin. „Du hast mich noch nicht vor dem Frühstück gesehen“, entgegnet McCann scherzhaft.

Zum Leidwesen vieler Fans ist sein Part in „Game of Thrones“ allerdings mit dem Tod seiner Figur beendet - Gerüchten, nach denen der „Bluthund“ in der neuen Staffel wiederkehren könnte, erteilt McCann eine Absage. „Ich käme sehr gerne zurück - aber ich bin nicht dabei.“

dpa

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