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Anti-Atom-Aktivisten bildeten am Samstag auch in Berlin eine Menschenkette.

Tausende bilden Menschenketten gegen Atomkraft

Stuttgart - Rund 10 000 Kernkraftgegner haben am Samstag in 40 Städten mit Menschenketten gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung demonstriert.

Zugleich riefen sie zur Teilnahme an einer bundesweiten Menschenkette am 12. März auf. Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg soll sie symbolträchtig den Regierungssitz von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) in Stuttgart mit dem zweitältesten Atomkraftwerk Deutschlands in Neckarwestheim bei Heilbronn verbinden.

So wollen der Naturschutzverband BUND, das Kampagnennetzwerk Campact und andere Verbände die Umkehr in der Energiepolitik und die Abkehr von der Atomkraft fordern. BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß rechnet mit rund 40 000 Teilnehmern. Der Reaktor Neckarwestheim I liefert seit 35 Jahren Strom. Die Auftaktaktion am Samstag hatte ihren Schwerpunkt ebenfalls im Südwesten.

Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte, die CDU/FDP-Landesregierung strebe einen Ausstieg aus der Kernenergie an und wolle erneuerbare Energien weiter ausbauen. Wer allerdings den Eindruck erwecke, die Kernenergie könne kurzfristig durch Ökostrom komplett ersetzt werden, streue den Menschen Sand in die Augen. Im Südwesten würden derzeit noch rund 50 Prozent des Strombedarfs durch Kernenergie gedeckt, während der Anteil der Ökoenergien wie im bundesweiten Durchschnitt nur knapp über 15 Prozent erreiche.

Menschenketten auch in 10 bayerischen Städten

Die Kernkraftgegner haben am Samstag auch in zehn bayerischen Städten mit Menschenketten gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung demonstriert. Die Veranstalter sprachen von insgesamt 2200 Demonstranten in Bayern. Laut Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact, konzentrierten sich die Demonstranten auf Passau und Nürnberg.

dpa

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