E-Tretroller in München. Foto: Sina Schuldt
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E-Tretroller in München. Foto: Sina Schuldt
Auf zwei winzigen Rädern im Innenstadtverkehr, die Augen fest aufs Handy geheftet: Ein Tourist fährt durch Berlin-Mitte. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Auf zwei winzigen Rädern im Innenstadtverkehr, die Augen fest aufs Handy geheftet: Ein Tourist fährt durch Berlin-Mitte. Foto: Bernd von Jutrczenka
Ein E-Tretroller zwischen Fahrrädern und Autos im Straßenverkehr. Foto: Jens Kalaene
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Ein E-Tretroller zwischen Fahrrädern und Autos im Straßenverkehr. Foto: Jens Kalaene
Schon nach kurzer Zeit stehen E-Tretroller-Fahrer im Blickfeld der Polizei. Foto: Sina Schuldt
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Schon nach kurzer Zeit stehen E-Tretroller-Fahrer im Blickfeld der Polizei. Foto: Sina Schuldt
E-Tretroller-Verleih der US-Firma Lime am Brandenburger Tor. Foto: Wolfgang Kumm
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E-Tretroller-Verleih der US-Firma Lime am Brandenburger Tor. Foto: Wolfgang Kumm
Entsperren per Smartphone: E-Tretroller lassen sich sehr einfach ausleihen. Foto: Christoph Soeder
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Entsperren per Smartphone: E-Tretroller lassen sich sehr einfach ausleihen. Foto: Christoph Soeder
Besser mit Helm: Ein E-Scooter von Circ steht fahrbereit auf einer Straße in Berlin. Foto: Roland Weihrauch
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Besser mit Helm: Ein E-Scooter von Circ steht fahrbereit auf einer Straße in Berlin. Foto: Roland Weihrauch

Einen Monat nach Zulassung

Schon Tausende E-Tretroller in deutschen Städten

In mindestens 14 Städten stehen die sogenannten E-Scooter schon herum und werden genutzt. Und die Vermieterfirmen wollen weiter expandieren. Kritik an mancher Umsetzung der Regelungen zu den E-Scootern kommt von Verkehrsminister Scheuer.

Berlin (dpa) - Die neuen E-Tretroller stehen einen Monat nach der gesetzlichen Erlaubnis schon in mindestens 14 deutschen Städten zur Miete bereit. In Großstädten sind meistens mehrere Verleihfirmen aktiv, in manchen kleineren Städten nur ein Anbieter.

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kritisiert nach gut vier Wochen die Umsetzung der Fahrerlaubnis für Elektro-Tretroller und nennt vor allem Berlin. Der Bund habe das "Fahren auf Gehwegen" verboten "und ein Bußgeld vorgesehen", sagte der Minister der "Bild". "Leider wird aber etwa in der deutschen Hauptstadt zu wenig kontrolliert."

Scheuer sagte: "Jede Kommune hat dazu die Möglichkeit." In bestimmten Zonen könnten Städte zum Beispiel auch E-Scooter ganz ausschließen. "Das wäre alles möglich. Da muss sich noch einiges zusammenruckeln." Es stehe auch jeder Stadt frei, bestimmte Stationen aufzubauen, an denen die Scooter abgestellt werden müssen. "Berlin hat sich anders entschieden und gesagt, es ist egal, wo die stehen."

Die Liste der Städte mit Elektro-Leihrollern umfasste Anfang Juli Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Dortmund, Düsseldorf, Bonn, Münster, Erfurt, Lübeck, Augsburg, Herne und Potsdam.

Der Berliner Vermieter Tier kündigte bereits an, sein Angebot in den kommenden Wochen deutlich auszubauen - "sowohl die Anzahl der Scooter in den Städten, als auch die Anzahl der Städte insgesamt". Circ aus Berlin teilte mit: "Derzeit stehen wir mit über 80 weiteren deutschen Städten in Kontakt und freuen uns darauf, weitere Partnerschaften zu schließen." Lime aus den USA resümierte, schon nach den ersten Wochen werde diese Art der Fortbewegung gut angenommen.

Wie viele E-Tretroller insgesamt in den Städten herumstehen, ist schwer einzuschätzen. Manche Firmen veröffentlichen Zahlen, andere nicht. Von Tier heißt es: "Die Flottengröße in den Städten variiert: So sind wir beispielsweise in Köln mit 400 Scootern oder in Berlin mit 800 Scootern." Von der Firma Voi aus Schweden, die in sieben deutschen Städten vermietet, heißt es: "Wir sind in jeder dieser Städte mit rund 50 bis einigen Hundert E-Scootern gestartet." Lime und Circ hingegen nennen keine Zahlen.

Alle Firmen betonen, wie umweltfreundlich ihr Angebot sei. Ob aber tatsächlich ein Tretroller-Fahrer sich gegen eine Autofahrt entschied, ist kaum zu klären. Die meisten Fahrer in Berlin sind nach ersten Beobachtungen Touristen in der Nähe von Sehenswürdigkeiten oder junge Leute, die im Nachtleben unterwegs sind - beide Gruppen gehören nicht zu den klassischen Autofahrern in der Großstadt. Außerdem werden viele Roller schon nach wenigen Wochen verschrottet.

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