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Blick in den Yosemite National Park in Kalifornien, USA.

Zwei Menschen nach Infektion gestorben

Nationalpark-Gäste tödlichem Virus ausgesetzt

Fresno - Bis zu 10.000 Übernachtungsgäste im Yosemite-Nationalpark sind einer tödlichen Variante des Hantavirus ausgesetzt worden.

Tausende Besucher des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien könnten mit einem tödlichen Virus in Kontakt gekommen sein. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind zwei Menschen nach einer Infektion mit der von Mäusen und anderen Nagern übertragenen Variante des Hantavirus gestorben. Mindestens vier weitere seien nach der Übernachtung in Zelten in dem berühmten Park erkrankt.

Wie die Parkleitung am Freitag (Ortszeit) in Fresno mitteilte, wurden fast 3.000 Gäste angeschrieben, die für den Zeitraum von Juni bis August Übernachtungen in Spezialzelten vom Typ "Signature" im historischen Curry Village gebucht hatten. Da die Unterkünfte auf vier Personen ausgelegt seien, könnten bis zu 10.000 Menschen dem Virus ausgesetzt worden sein, das zum Hantavirus-Lungensyndrom führen kann.

Die Krankheit fängt harmlos an und bricht oft erst nach sechs Wochen richtig aus. In den USA enden 36 Prozent der Erkrankungen mit einem plötzlichen Atem- und Organversagen tödlich. Das Virus wird über Ausscheidungen der infizierten Nager übertragen. An Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte wurde nach Angaben der US-Behörden eine Warnung ausgegeben. Daraufhin seien weitere Verdachtsfälle gemeldet worden. Eine Bestätigung für weitere Infektionen gebe es bisher aber nicht.

In den speziell isolierten Zelten mit Doppelwänden hatten Angestellte des Yosemite-Nationalparks bei der Reinigung in den Zwischenräumen etliche Mäusenester gefunden. Die insgesamt 91 Luxus-Zelte wurden nach Angaben der Parkleitung im Jahr 2009 errichtet. Seit Veröffentlichung der Berichte über die Infektionen mit dem Hantavirus gingen täglich mehr als 1.000 Anrufe besorgter Yosemite-Besucher ein, hieß es.

dapd

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