Viele Häuser sind zerstört

Tausende nach Erdbeben in Indonesien in Notunterkünften

Jakarta - Nach dem schweren Erdbeben in Indonesien haben mehr als 10.000 Menschen Zuflucht in Notunterkünften gesucht.

Bei vielen sind die Häuser zerstört oder beschädigt, andere hatten Angst, dass ihre Bleiben einem neuen Beben nicht standhalten würde, berichteten die Lokalbehörden am Donnerstag.

Das Beben der Stärke 6,4 hatte am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Erde ganz im Norden der Insel Sumatra erschüttert. Mindestens 97 Menschen kamen in der Region rund 100 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Banda Aceh ums Leben. Mehr als 600 wurden verletzt und Hunderte Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

Die Behörden haben um Hilfe für die Versorgung der Verletzten gebeten. Der Vizeverwaltungschef des am schlimmsten getroffenen Bezirks Pidie Jaya in der Provinz Aceh sagte, es fehle an Medikamenten und Ärzten.

"Wir brauchen Chirurgen und Orthopäden, weil die meisten Verletzten Brüche erlitten haben", sagte Verwaltungsvize Said Mulyadi. Die meisten der Verletzten hätten die Nacht im Freien verbracht, weil sie entweder nicht in ihre Häuser zurückkehren konnten oder aus Angst vor Nachbeben nicht wollten.

Tausende Soldaten und Rettungskräfte suchten weiter in den Trümmern der eingestürzten Häuser nach möglichen Überlebenden. Dabei wurden Ortungsgeräte eingesetzt. Die Hoffnungen, noch Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen, schwanden jedoch.

Erste Hilfslieferungen trafen in der Erdbebenregion ein, für Obdachlose wurden bereits Notunterkünfte errichtet. Es fehle aber noch an Nahrung, Trinkwasser, Medizin und Decken, sagte der Leiter der örtlichen Katastrophenschutzbehörde, Puteh Manaf.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei polnische Erntehelfer sterben bei Badeunfall
Taucher ziehen die drei Männer noch lebend aus dem Wasser, doch die Ärzte können ihr Leben nicht mehr retten. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus.
Drei polnische Erntehelfer sterben bei Badeunfall
Angler finden Tigerpython an der Weser
Emmerthal (dpa) – Angler haben am Weserufer eine riesige Würgeschlange entdeckt. Der dreieinhalb Meter lange Tigerpython könne Menschen durchaus gefährlich werden, …
Angler finden Tigerpython an der Weser
Online-Spielsucht jetzt offiziell Krankheit
Es ist umstritten, aber die Weltgesundheitsorganisation erkennt Online-Spielsucht nun als Krankheit an. Sie will keinen Freizeitspaß verteufeln, sondern definiert klare …
Online-Spielsucht jetzt offiziell Krankheit
Schwan sucht nach totem Partner und gerät unter Zug 
Schwanenpaare bleiben sich ein Leben lang treu. Als sein Partner stirbt, macht sich ein Schwan auf eine lebensgefährlich Suche. 
Schwan sucht nach totem Partner und gerät unter Zug 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.