Das Feuer vernichtete Hunderte von Wohnhäusern. Foto: RCMP Alberta/dpa
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Das Feuer vernichtete Hunderte von Wohnhäusern. Foto: RCMP Alberta/dpa
Die von dem Feuer zerstörte Fläche hatte sich in nur 36 Stunden verzehnfacht. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
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Die von dem Feuer zerstörte Fläche hatte sich in nur 36 Stunden verzehnfacht. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
Heftiger Wind mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde hat den verheerenden Waldbränden weiter Zunder geliefert. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
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Heftiger Wind mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde hat den verheerenden Waldbränden weiter Zunder geliefert. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
Einsatzkräfte überfliegen mit Hubschraubern das Gebiet. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
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Einsatzkräfte überfliegen mit Hubschraubern das Gebiet. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
Feuerwehrleute kämpfen rund um die Uhr gegen das Flammenmeer in Kanadas Provinz Alberta. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
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Feuerwehrleute kämpfen rund um die Uhr gegen das Flammenmeer in Kanadas Provinz Alberta. Foto: MCPL Vanputten/Canadian Armed Forces/dpa
Tausende Menschen mussten aufgrund der Brände evakuiert werden. Foto: RCMP Alberta/dpa
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Tausende Menschen mussten aufgrund der Brände evakuiert werden. Foto: RCMP Alberta/dpa

Kanadas Flammenmeer weitet sich aus

Die verheerenden Waldbrände in Kanadas Ölsandregion greifen immer weiter um sich. Die am schlimmsten betroffene Stadt Fort McMuray ist inzwischen komplett evakuiert.

Edmonton (dpa) - Das Flammen-Inferno in Kanadas Provinz Alberta gerät zunehmend außer Kontrolle.

Der kanadische Rundfunksender CBC twitterte am frühen Samstag (Ortszeit): "Das Feuer von Fort McMurray jetzt bei 156 000 Hektar (1560 Quadratkilometer), 50 Prozent größer als vergangene Nacht. Könnte sich bis zum Ende des heutigen Tages verdoppeln." Mit seinen 1560 Quadratkilometern war das Feuer in der Ölsand-Provinz bereits zwei Mal so groß wie die Fläche Hamburgs.

Der neue kanadische Regierungschef Justin Trudeau (44) sagte den fast 90 000 Evakuierten der Region über Twitter erneut Unterstützung zu: "Die Stadt, die jahrelang so viel zu Kanadas Wirtschaft beigetragen hat, braucht jetzt unsere Hilfe. Wir werden für Fort McMurray da sein."

Seine Regierung will den gleichen Betrag zahlen, der bis Ende Mai privat für die Menschen in der Ölstadt gespendet wird. Nach Medienberichten gingen seit Ausbruch des Feuers 30 Millionen kanadische Dollar (20 Millionen Euro) beim Kanadischen Roten Kreuz für die Menschen von Fort McMurray ein. 

Am Freitag war Tausenden Menschen, die nördlich der Stadt immer noch vom Feuer eingeschlossen waren, die Flucht in die Sicherheit gelungen. Ihnen bieten Kirchen, Schulen sowie Privatleute in der Provinzhauptstadt Edmonton Unterschlupf. Andere Bewohner von Fort McMurray, die ebenfalls seit Dienstag in Sicherheit gebracht worden waren, kamen bei Freunden und Verwandten oder in Parks unter.

Auf einem Campingplatz 35 Kilometer südlich der Stadt sah ein Ehepaar auf dem Smartphone mit an, wie sich die Flammen durch ihr Haus in Fort McMurray frassen. Das von den Kameras der Alarmanlage übertragene Video zeigt, wie sich Flammen am Haus hochzüngeln, die Fenster in der Hitze bersten und sich das Haus mit dichten schwarzen Rauchschwaden füllt. Das Video ist seit Samstagmorgen beim kanadischen Fernsehsender CTV zu sehen.

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