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Im Schneckentempo durch Paris: Am Montag protestieren zahlreiche Taxifahrer gegen die "unfaire Konkurrenz" durch den Fahrdienstanbieter Uber.

Im Schneckentempo

Hundert Taxifahrer protestieren gegen Uber

Paris - Zahlreiche Taxifahrer haben in Paris gegen den umstrittenen Fahrdienstanbieter Uber protestiert. Rund hundert Taxis beteiligten sich an der Aktion.

Rund hundert Taxis fuhren am Montag vom Hauptstadtflughafen Charles de Gaulle hupend und im Schneckentempo Richtung Innenstadt, um so den Verkehr zu verlangsamen. Vom zweiten Pariser Flughafen Orly fuhren rund 50 Taxis los. Die großen Taxi-Gewerkschaften hatten allerdings nicht zu dem Protest aufgerufen, deswegen nahmen deutlich weniger Taxifahrer teil als bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit. Die Staus im Großraum Paris waren am Morgen nicht länger als sonst.

Protest: Uber sei "unfaire Konkurrenz" für Taxifahrer

"Heute ist kein Tag der Blockade, sondern ein Tag der Sensibilisierung der französischen Gesellschaft", sagte ein Taxifahrer-Vertreter. Die Fahrer werfen Uber "unfaire Konkurrenz" vor. Der Protest am Montag richtete sich insbesondere gegen das Angebot UberPop, das Fahrgäste per Smartphone-App an private Fahrer vermittelt, die in der Regel deutlich weniger verlangen als Taxis. Das Pariser Handelsgericht hatte es am Freitag abgelehnt, das umstrittene Angebot zu verbieten. Als Begründung führte das Gericht an, dass Umsetzungsdekrete für ein neues Gesetz zur Regulierung von Fahrdienstangeboten noch nicht veröffentlicht wurden.

Trotz Urteil: Uber bietet weiter Fahrten an

Zum Jahreswechsel tritt in Frankreich ein Gesetz in Kraft, das die Aktivität von Taxis und sogenannten Tourismusfahrzeugen mit Fahrer (VTC) neu regelt. Wer Kunden an nicht-professionelle Fahrer vermittelt, kann dann mit bis zu zwei Jahren Haft und 300.000 Euro Geldstrafe belangt werden. Bereits im Oktober hatte ein Pariser Gericht Uber zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt, weil das Unternehmen UberPop als Mitfahrgelegenheit darstellte, was in den Augen der Richter nicht zutrifft. Uber legte aber Berufung ein und bietet UberPop weiterhin an.

UberPop steht inzwischen in zahlreichen Ländern unter Beschuss: So verboten Richter in Spanien und in den Niederlanden das Angebot in der vergangenen Woche. Auch in Hamburg und Berlin darf das Unternehmen den Service nach entsprechenden Gerichtsentscheiden nicht mehr anbieten. Aus der indischen Hauptstadt Neu Delhi verbannten die Behörden Uber ebenfalls - Hintergrund waren Vergewaltigungsvorwürfe einer Kundin gegen einen Fahrer.

AFP

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