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In der Affäre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hofft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine "Lösung für die Gläubigen".

Fall Tebartz-van Elst

Merkel hofft auf "Lösung für Gläubige"

Berlin - In der Affäre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hofft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine "Lösung für die Gläubigen".

Im Bistum Limburg sei "für jeden erkennbar eine sehr schwierige Situation entstanden", sagte ihr Sprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Im Vatikan blieb derweil zunächst offen, wann Papst Franziskus die Gespräche über die Zukunft des Bischofs führen will.

Tebartz-van Elst war ebenso wie der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Wochenende nach Rom geflogen. Dort wird nun eine Lösung für den Bischof gesucht, der wegen eines Strafbefehls wegen einer Falschaussage und der Kosten für den Bau seines Bischofssitzes seit Tagen in der Kritik steht.

Lesen Sie auch: Architekt: Bischof wusste von den Baukosten 

Mit Blick auf die Gespräche im Vatikan sagte Seibert, die Bundesregierung habe hier "selbstverständlich keinerlei Hinweise oder Ratschläge zu geben". Sie habe aber die Hoffnung, "dass es eine Lösung für die Gläubigen sein wird, für das Vertrauen der Menschen in ihre Kirche". Im Bistum Limburg sei sagte der Regierungssprecher weiter.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte zu der Affäre am Montag in Berlin: "Da stehen mir die Haare zu Berge. Es ist dringend eine Entscheidung notwendig."

Wie und in welchem Rahmen diese zustande kommen kann, konnte auch Vatikan-Sprecher Federico Lombardi zunächst nicht sagen. Lombardi nannte am Montag noch keinen Termin für ein Gespräch des Papstes mit Tebartz-van Elst. Vor Journalisten sagte Lombardi, wie jeder wisse, treffe der Papst viele Menschen. Die Treffen würden aber nicht im Vorfeld angekündigt. Er wisse nicht, ob der Papst mit Tebartz-van Elst zusammenkommen werde.

Geplant ist ein Treffen mit Zollitsch, der genaue Termin dafür ist aber auch noch offen. Zollitsch sagte in Rom, die Bischöfe nähmen die Entwicklung "sehr ernst". "Sie werden verstehen, dass uns das sehr beschäftigt." Die Affäre werde "nicht ohne Konsequenzen bleiben". Zollitsch kündigte an, dass noch diese Woche die von der Bischofskonferenz eingesetzte Kommission zur Überprüfung der Baukosten in Limburg ihre Arbeit aufnehmen werde.

In der ARD-Sendung "Günther Jauch" sagte derweil der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Sonntagabend, er sehe für Tebartz-van Elst keine Zukunft in Limburg. "Die Situation ist ja so eskaliert, dass man sagen muss, der Bischof Franz-Peter kann im Grunde in Limburg nicht mehr arbeiten."

Nach dem Vermögensverwaltungsrat belastete mittlerweile auch der Architekt des Limburger Diözesan-Zentrums den Bischof. Tebartz-van Elst habe von Anfang an gewusst, "was da für Kosten auf ihn zukommen", sagte Architekt Michael Frielinghaus der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Bislang hieß es, die Kostenexplosion von 5,5 Millionen auf 31 Millionen Euro habe sich erst in der Bauphase ergeben.

Frielinghaus sagte der "SZ" nun, sowohl der Bischof als Bauherr als auch dessen engsten Mitarbeiter hätten gewusst, "dass die Baukosten tatsächlich bei 31 Millionen Euro liegen". Schon lange hätten der Bischof und alle am Projekt beteiligten Planer von den Baukosten gewusst. "Es gab also keine Kostenexplosion. Der Bau verlief planmäßig, es gab kaum Überraschungen."

afp

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