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Im tschechischen Atomkraftwerk Temelin sind offenbar einige tausend Liter kontaminiertes Wasser ausgelaufen.

Tausende Liter radioaktives Wasser ausgetreten

Temelin: Strahlungsleck größer als gedacht

Temelin - Nach der Messung geringfügig erhöhter Strahlenwerte im tschechischen Atomkraftwerk Temelin arbeiten Techniker an der Behebung des Problems.

„Derzeit findet die Dekontamination dieses Bereichs statt“, sagte Akw-Sprecher Marek Svitak am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Unter anderem auf dem Dach des abgestellten zweiten Reaktorblocks seien Werte zwischen 0,0008 und 0,00025 Millisievert gemessen worden. „Das entspricht der Strahlenbelastung, der ein Passagier bei einem Langstreckenflug ausgesetzt ist“, sagte Svitak.

Ursache für den Zwischenfall war demnach eine „Undichtigkeit“ zwischen dem radioaktiven primären und dem sekundären Kühlkreislauf in Block II. Der Dampfgenerator, an dem ein rund ein Zentimeter großes Leck entdeckt worden sei, werde repariert. „Das ist ein relativ großes Problem für den Betreiber“, sagte Pavel Vlcek von der Umweltinitiative OIZP. Er gehe davon aus, dass radioaktives Kühlwasser aus dem Primärkreislauf ausgetreten sei. Die Informationspolitik des Betreibers sei unzureichend.

Die österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 forderte eine internationale Untersuchung. „Es handelt sich um keine Bagatelle, sondern um die Leckage von 2000 Litern Kühlwasser pro Stunde“, teilte ein Sprecher mit.

dpa

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