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Diese Schlange hätte sich ihr Mittagessen wohl auch anders vorgestellt.

Das falsche gegessen

Tennisball-Verstopfung: Tierärztin massiert Schlange

Townsville - Diese Schlange hat sich im buchstäblichen Sinne „verschluckt“. Dass Tennisbälle nicht schmecken, ist ihr nun wohl auch klar. Den Ball jedoch wieder herauszubekommen, war gar nicht so einfach.

Eine etwa 1,50 Meter lange Python hatte im australischen Townsville einen Tennisball offensichtlich in der Hoffnung gefressen, dass es sich dabei um eine besonders fette Beute handele. Ohne die Hilfe der Tierärztin Trish Prendergast, die in ihrer Heimatstadt als Schlangen-Expertin bekannt ist, wäre das Tier wohl langsam verhungert.

Zunächst sei die Schlange geröntgt worden, um festzustellen, dass es sich tatsächlich um einen Tennisball handelte. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, sagte die Ärztin am Donnerstag der dpa. Von Golfbällen und Plastikeiern hatte sie Schlangen schon befreit.

Um keine Rippen zu verletzen, musste die Ärztin sehr vorsichtig sein.

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Deshalb beschloss man, den Ball per Massage aus dem Bauch der Schlange herauszubefördern. Das sei weniger gefährlich als eine Operation. „Aber wir haben viel Geduld gebraucht“, sagte Prendergast. Nach einer halbstündigen Massage war das Tier schließlich von seiner Verstopfung erlöst.

Außer ihren Händen benutzte die Ärztin verschiedene Gleitmittel. „Zu viel Druck hätte der Schlange die Rippen gebrochen und Organe verletzt.“ Schließlich gelang es, den Ball aus dem Tier gewissermaßen herauszustreichen. Der Python bekam anschließend eine entzündungshemmende Spritze verpasst. Nächste Woche soll das Tier wieder in der Natur ausgesetzt werden.

dpa

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