+
Der Präsident des Atomkonzerns Tepco, Masataka Shimizu, wurde ins Krankenhaus eingeliefert

Tepco-Chef im Krankenhaus - arbeitsunfähig

Tokio - Der seit mehr als zwei Wochen aus der Öffentlichkeit verschwundene Präsident des Atomkonzerns Tepco ist wegen Krankheit arbeitsunfähig. Jetzt musste er sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Lesen Sie dazu auch:

Chef von Tepco "überarbeitet"

Japan will Standards für Atomsicherheit überarbeiten

Radioaktives Jod im Meer entdeckt

Der 66 Jahre alte Top-Manager Masataka Shimizu musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo vom Mittwoch litt Shimizu an Bluthochdruck und Schwindelgefühlen. Tepco betreibt das Unglückskraftwerk Fukushima. In Japan gab es vorher Gerüchte, dass Shimizu sich wegen der Atomkatastrophe das Leben genommen habe oder ins Ausland geflohen sei.

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

Das Krisenmanagement soll nun der Vorstandsvorsitzende Tsunehisa Katsumata übernehmen. Tepco musste von der japanischen Regierung und der Öffentlichkeit herbe Kritik einstecken. Ministerpräsident Naoto Kan sagte, der Konzern sei auf Vorfälle wie das Megaerdbeben vom 11. März und den darauffolgenden Tsunami nur ungenügend vorbereitet gewesen.

Gespenstische Bilder: So sieht es im Horror-AKW aus

Gespenstische Bilder: So sieht es im Horror-AKW aus

Shimizu, 66, wurde seit 13. März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Damals nahm er an einer Pressekonferenz zur Lage im Krisenmeiler Fukushima teil. Seitdem arbeitete er laut Angaben von Tepco-Sprechern in der Firmenzentrale an “Lösungen für die Atomkrise“. Am 16. März erkrankte Shimizu und nahm bereits einige Tage frei.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mann wird von Bus überfahren, steht auf und geht in Kneipe
Nur wenige Momente, nachdem er von einem Bus erfasst wurde, der noch die Front eines Ladens zertrümmerte, steht ein Mann einfach auf und geht scheinbar mühelos in eine …
Mann wird von Bus überfahren, steht auf und geht in Kneipe
Polizeipräsident bedauert Verhalten der Berliner Polizisten
Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt hat das unangemessene Verhalten Berliner Polizisten in Hamburg bedauert, die Beamten aber auch gegen die harte Kritik verteidigt.
Polizeipräsident bedauert Verhalten der Berliner Polizisten
U-Bahn entgleist in New Yorker Tunnel
New York (dpa) - Eine U-Bahn ist in einem Tunnel im New Yorker Bezirk Harlem entgleist und hat dabei Dutzende Menschen leicht verletzt. 34 Menschen würden wegen leichter …
U-Bahn entgleist in New Yorker Tunnel
Neue Cyber-Attacke legt Dutzende Firmen lahm
Über einen Monat nach der aufsehenerregenden "WannaCry"-Attacke hat ein Erpressungstrojaner erneut in großem Stil zugeschlagen. Diesmal traf es viele Firmen in der …
Neue Cyber-Attacke legt Dutzende Firmen lahm

Kommentare