Tepco entschuldigt sich bei Atom-Flüchtlingen

Tokio - Der Energiekonzern Tepco hat sich bei Flüchtlingen aus dem Gebiet um das Unglückskraftwerk Fukushima für die Atom-Katastrophe entschuldigt.

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Norio Tsuzumi, ein Mitglied der Unternehmensspitze, sagte am Dienstag bei einem Besuch in einem Notlager: “Es tut uns leid, dass wir Ihnen so viel Mühe bereitet haben.“ Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend (Ortszeit). Das havarierte AKW Fukushima Eins wird von Tepco betrieben.

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Derweil wächst der Zorn auf die Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi. Der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Yuhei Sato, wies die Einladung zu einem Treffen mit dem Tepco-Präsidenten Masataka Shimizu scharf zurück.

“Für Tepco ist es jetzt am wichtigsten, die Krise mit maximalem Einsatz zu beenden. Deswegen habe ich das Angebot abgelehnt“, sagte Sato dem Fernsehsender NHK und fügte hinzu: “Angesicht der Sorge, der Wut und der Verzweiflung, die die Menschen in Fukushima empfinden, gibt es für mich keinen Weg, eine Entschuldigung anzunehmen.“

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Norio Tsuzumi besuchte eine Schule in der Stadt Tamura in der Präfektur Fukushima. Dorthin waren Menschen geflüchtet, die direkt neben dem havarierten Atomkraftwerk in Okuma lebten. Tamura liegt etwa 40 Kilometer vom Kraftwerk Fukushima Eins entfernt. Die Regierung hatte angeordnet, dass sich alle Einwohner in einem Radius von 20 Kilometern um das AKW in Sicherheit bringen sollten.

In der Notunterkunft ist laut Kyodo auch der Bürgermeister von Okuma, Toshitsuna Watanabe, untergekommen. Er bat Tepco, die Atomkrise zu beenden und den Menschen möglichst bald wieder Ruhe zu verschaffen.

Die Betreiberfirma Tepco arbeitet seit Tagen daran, die Kühlung des Kraftwerks zu reparieren und eine drohende Kernschmelze zu verhindern. Nach dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März tritt dort unkontrolliert radioaktive Strahlung aus. Tepco werden massive Versäumnisse bei der Wartung von Fukushima-Daiichi vorgeworfen. Mindestens 33 Teile der Anlage seien nicht wie vorgeschrieben überprüft worden, heißt es in einem Bericht der japanischen Atomaufsicht.

dpa

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