+
Blick in das nach dem Tsunami zerstörte Atomkraftwerk in Fukushima.

Tepco wusste um Gefahr durch große Tsunamis

Tokio - Die Betreibergesellschaft des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi war sich nach Angaben der japanischen Atomaufsicht der unzureichenden Schutzmaßnahmen im Falle eines großen Tsunami bewusst.

So habe der Betreiber Tepco erst vier Tage vor dem verheerenden Erdbeben der Stärke 9,0 vom 11. März und dem folgenden Tsunami, die Aufsichtsbehörde NISA darüber informiert, dass Wellen von mehr als zehn Metern Höhe die Anlage treffen könnten. Ausgelegt war das Atomkraftwerk aber nur für Wellen, die halb so hoch sind.

Die Behörde habe Tepco empfohlen, Maßnahmen zum Schutz vor einem größeren Tsunami zu ergreifen, ohne dabei aber spezielle Anweisungen zu erteilen, berichtete die NISA am Mittwoch. Das Atomkraftwerk war im März von mehr als 15 Meter hohen Wellen getroffen worden, also mehr als Tepco selbst erwartet hatte.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seniorin pocht vor BGH auf weibliche Anrede
Die Welt der Formulare ist männlich. Werden Frauen benachteiligt, wenn nur vom "Kunden" oder "Kontoinhaber" die Rede ist? Eine Sparkassen-Kundin findet das. Am 13. März …
Seniorin pocht vor BGH auf weibliche Anrede
Feuerwehrler löschen viertes Feuer, da wirft ein genervter Anwohner Böller auf sie
Viermal in fünf Tagen hat es in einem Hochhaus in Berlin gebrannt. Immer zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr. Ein Anwohner entlud nun seinen Frust darüber. Sein Opfer: Die …
Feuerwehrler löschen viertes Feuer, da wirft ein genervter Anwohner Böller auf sie
Nach Messerattacke in Berufsschule: Haftbefehl gegen 19-Jährigen erlassen
Der Start in die neue Schulwoche ist für Berufsschüler in Goslar zum Alptraum geworden: In einer Unterrichtspause stach ein junger Mann vor aller Augen auf seine …
Nach Messerattacke in Berufsschule: Haftbefehl gegen 19-Jährigen erlassen
Urteil: Bewertungsportal muss Daten einer Ärztin löschen
Eine Kölner Ärztin will raus aus dem Ärztebewertungsportal Jameda und siegt vor dem Bundesgerichtshof auf ganzer Linie. Ihr Profil muss entfernt werden - und Jameda sein …
Urteil: Bewertungsportal muss Daten einer Ärztin löschen

Kommentare