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Der japanische Atombetreiber Tepco ist zu ersten vorläufigen Entschädigungszahlungen bereit.

Tepco zahlt vorläufige Entschädigungen

Tokio - Noch wissen die Menschen aus der Evakuierungszone nicht, ob und wann sie in ihre Häuser zurückkehren können. Der AKW-Betreiber Tepco hat Entschädigungen angekündigt.

Der japanische Atombetreiber Tepco ist zu ersten vorläufigen Entschädigungszahlungen bereit. Das Unternehmen werde für Haushalte innerhalb eines Umkreises von 30 Kilometern um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Eins jeweils eine Million Yen (rund 8000 Euro) zahlen, gab Konzernchef Masataka Shimizu am Donnerstag bekannt. Tepco gehört das zerstörte Atomkraftwerk, aus dem seit dem Erdbeben und Tsunami Radioaktivität austritt und die Umgebung verseucht. Unterdessen gehen in dem havarierten AKW die Bemühungen zur Kühlung der Reaktoren weiter.

Mit der Auszahlung der Gelder werde voraussichtlich noch in diesem Monat begonnen, teilte Industrieminister Banri Kaieda mit. Ein-Personenhaushalte bekämen 750 000 Yen, kündigte Tepco-Chef Shimizu an und versprach, die Zahlungen schnell tätigen zu wollen. Innerhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone leben etwa 48 000 Haushalte. Die Menschen waren wegen des AKW-Unfalls aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen oder in den Häusern zu bleiben.

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Die Regierung habe die vorläufigen Entschädigungszahlungen abgesegnet, hieß es. Mit den Geldern sollen erstmals kurzfristige Lebenshaltungskosten gedeckt werden. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen und konnten nur wenige Habseligkeiten mitnehmen. Als Folge des Atomunfalls müssen viele Landwirte und Fischer in der Region um ihre Existenz fürchten. Viele ihrer landwirtschaftlichen Produkten dürfen auf Weisung der Regierung nicht in den Handel. Die dadurch entstehenden finanziellen Schäden sind mit den vorläufigen Entschädigungen noch nicht abgedeckt. Bei der Katastrophe starben über 13 000 Menschen, über 15 000 werden vermisst.

Ungeachtet weiterer Nachbeben versuchen Arbeiter in den Meilern verzweifelt, die havarierten Reaktoren unter Kontrolle zu bringen. Unermüdlich pumpen sie Wasser zur Kühlung in die Reaktoren. Um Wasserstoff-Explosionen in Reaktor 1 zu verhindern, füllten sie zudem Stickstoff ein. Ferner begannen sie, radioaktive Trümmer vom Gelände des AKW zu entfernen, um den Zugang zu den Reaktoren zu erleichtern.

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