An Verschwörung beteiligt

Terror in Ottawa: Mann muss zwölf Jahre hinter Gitter

Ottawa -  Ein ehemaliger Röntgenspezialist aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa ist wegen Terrorismusvorwürfen zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der 30-jährige Misbahuddin Ahmed sei für schuldig befunden worden, an einer "Verschwörung zur Durchführung einer terroristischen Tat" beteiligt gewesen zu sein, teilte die kanadische Anklagebehörde am Donnerstag mit. Der Mann war bereits im Juli wegen des schwereren Vergehens des Bombenbaus verurteilt worden, wurde nun aber in diesem Punkt freigesprochen. Der Mann kann das neue Urteil noch anfechten.

Anschlag auf Verteidigungsminister geplant

Ahmed war 2010 zusammen mit zwei mutmaßlichen Komplizen bei Razzien festgenommen worden. Nach Behördenangaben planten sie einen Anschlag auf eine Militärzeremonie, an der normalerweise auch der Verteidigungsminister und der Armeechef teilnehmen. Laut der Polizei waren die Angeklagten im Besitz von Material zum Bombenbau. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe hatte sich schuldig bekannt, das Material besessen zu haben. Er erhielt 24 Jahre Haft. Ein dritter Mann, bei dem es sich um einen kanadischen Arzt mit pakistanischen Wurzeln handelte, wurde freigesprochen.

Der Fall stand nicht im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das kanadische Parlament vom Mittwoch. Dabei hatte ein Angreifer einen Wachsoldaten am Nationalen Kriegsdenkmal gegenüber vom Parlament in Ottawa erschossen. 

 In beiden Fällen waren die Angreifer nach Behördenangaben erst kurz zuvor zum Islam konvertiert.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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