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Ein afghanischer Soldat patroulliert nach dem Selbstmordattentat vor dem Verteidigungsministerium in Kabul.

Terrorangriff auf Ministerium in Kabul

Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Angriff auf das afghanische Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Kabul zwei Soldaten erschossen.

Mindestens sieben weitere Armeeangehörige seien verletzt worden, als der Mann am Montag in dem Gebäude das Feuer eröffnete, sagte Ministeriumssprecher Sahir Asimi. Wenig später sei der Täter, der auch mit einer Sprengstoffweste bewaffnet gewesen sei, getötet worden. Die Lage sei unter Kontrolle. Den Angaben zufolge trug der Schütze eine Uniform der afghanischen Armee.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Sprecher sagte, der Attentäter sei Offizier gewesen und habe im Auftrag der Aufständischen gehandelt. Ziel des Angriff sei der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet gewesen. Dieser hatte nach offiziellen Angaben am Sonntag Gespräche mit seinem afghanischen Amtskollegen geführt.

Oberstleutnant Eric de Lapresle, Sprecher der französischen Truppen in Afghanistan, sagte, Longuet habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in dem Ministerium aufgehalten. Lapresle bestätigte, dass für Montag Gespräche zwischen Longuet und afghanischen Vertretern geplant gewesen seien, sagte aber nicht wo oder wann.

Taliban-Angaben gelten zudem als unzuverlässig. Der afghanische Sender Tolo TV hatte zunächst unter Berufung auf Sicherheitskreise von mehreren Attentätern berichtet, von denen sich mindestens einer in die Luft gesprengt habe. Unter den Verletzten sei einer der Leibwächter von Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak.

dpa/dapd

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