Terrorverdächtiger von Glasgow gestorben

London - Gut einen Monat nach dem gescheiterten Terroranschlag auf den Flughafen von Glasgow ist der schwer verletzte Fahrer des Tatautos gestorben. Der aus Indien stammende 27-jährige Kafeel Ahmed erlag nach Polizeiangaben am Donnerstagabend in einem schottischen Krankenhaus seinen schweren Brandwunden.

Sein Beifahrer Bilal Abdullah ist bereits angeklagt. Die beiden hatten am 30. Juni versucht mit dem lichterloh brennenden Wagen vom Typ Jeep Cherokee in die Terminalhalle des Flughafen Glasgow vorzudringen, in der sich zahlreiche Passagiere aufhielten. Dies gelang ihnen nicht.

Dennoch löste die Tat nach Angaben von Augenzeugen eine Panik aus. Hunderte ergriffen von Menschen die Flucht. Der Flughafen wurde geschlossen. Alle Flüge wurden gestrichen, wodurch tausende Reisende auf dem Flughafen festsaßen.

Vor dem Terminal spielten sich dramatische Szenen ab, als zufällige Beobachter sich auf die beiden Insassen des Jeeps stürzten und diese in einem Handgemenge an der Flucht hinderten. Die Polizei konnte die beiden mutmaßlichen Täter festnehmen. Einer von ihnen erlitt schwerste Brandwunden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der andere wurde verhört.

Nach der Tat in Glasgow wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf anderen britischen Flughäfen erhöht.

Einen Tag vorher hatte die Polizei zwei Autobomben aus Benzin, Gasflaschen und Nägeln in der Londoner Innenstadt gerade noch rechtzeitig entschärft. Die Autobomben waren eher zufällig entdeckt worden. Die Explosionen hätten möglicherweise hunderte Menschen verletzt oder getötet.

Zwei Jahre zuvor waren bei Anschlägen in der Londoner U-Bahn und einem Bus die vier Selbstmordattentäter und 52 Menschen getötet worden.

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