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Der mutmaßliche Täter wird abgeführt 

Auch mutmaßlicher Täter zu sehen

Deutsche Touristin in Thailand ermordet: Video zeigt tragische Begegnung mit Täter

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Eine Deutsche ist in Thailand vergewaltigt und ermordet worden. Der Verdächtige ist geständig. Nun tauchte ein Video auf, das ihn und das Opfer zeigt.

  • Eine deutsche Urlauberin (26) aus Hildesheim wurde am Montagmorgen tot auf der thailändischen Insel Ko Si Chang gefunden.
  • Die Polizei hat einen 24-jährigen Einheimischen festgenommen.
  • Es existiert ein Video aus einer Überwachungskamera, das Miriam B. nahe dem Tatort zeigt.
  • Die Mutter des mutmaßlichen Täters hat sich geäußert.
  • Der Bürgermeister und die Bewohner der Insel veranstalten eine Trauerfeier für Miriam B. 

Update, 15.52 Uhr: Nachdem der Täter am Dienstagabend seine Tat der thailändischen Polizei gestanden und ausführlich geschildert hatte, kamen hunderte Bewohner von Ko Sichang heute zusammen, um Miriam B. die letzte Ehre zu erweisen. An der Stelle, an der die 26-Jährige umgebracht worden war, legten sie Blumen nieder und zündeten Kerzen an, wie Bild berichtete. Auch der Bürgermeister der Insel war unter den Trauernden und gedachte der Toten. 

Update vom 10. April, 10.27 Uhr: Am Sonntag wurde die deutsche Touristin Miriam B. von einem Mann in Thailand erschlagen. Nun wurde ein Video veröffentlicht, das die letzten Momente der jungen Frau zeigt. 

Es sind die Aufnahmen einer Überwachungskamera, die bedrücken. Zu sehen ist Miriam B., wie sie gegen 13.30 Uhr unbeschwert die Stufen zu einem Touristen-Magnet - dem Buddha-Fußabdruck - hochsteigt. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Kurz zuvor hatte auch ihr mutmaßlicher Mörder die Stufen genommen, um dort ungestört Drogen zu konsumieren. Nahe der Sehenswürdigkeit kommt es dann zu der verhängnisvollen Begegnung, die Miriam B. das Leben kosten sollte. 

Wie die Bild schreibt, soll auf einer längeren Version des Videos außerdem zu sehen sein, wie der junge Mann nach der Tat die Stufen wieder herunter geht und auf seinem Roller davon fährt.

Thailand: Mutter des Verdächtigen äußert sich

15 Uhr: Wie Bild berichtet, kam es auf der Polizeiwache zu dramatischen Szenen. Der mutmaßliche Täter sei vor seiner Mutter weinend auf die Knie gesunken. Die Mutter des mutmaßlichen Täters habe sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. „Die Drogen sind schuld“, wird die Frau zitiert. „Nüchtern wäre mein Sohn niemals in der Lage, so etwas zu tun. Immer wieder diese Drogen. Sie haben unsere Familie zerstört“, sagt sie. „Mein Sohn hatte es als Kind schwer, wurde von anderen geschlagen. Deshalb ist er abgerutscht."

14.19 Uhr: Wie Polizeisprecher Krissana Pattanacharoen mitteilte, wies die Leiche der 27-Jährigen Verletzungen im Gesicht und am Schädel auf. Sie sei "furchtbar geschlagen" worden. 

12.16 Uhr: Für den mutmaßlichen Mörder von Miriam B. sind jetzt die thailändischen Ermittlungsbehörden und Gerichte zuständig. Doch auch die Staatsanwaltschaft Hildesheim leitet ein Ermittlungsverfahren ein, wie die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtet. Bei Verbrechen, denen im Ausland deutsche Staatsbürger zum Opfer fallen, sei die Behörde dazu verpflichtet, wird die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, zitiert. 

11.50 Uhr: Laut „Bangkok Post“ gibt es offenbar ein Video, in welchem der Killer die schreckliche Tat nachstellt. Den Angaben zufolge kniet er auf dem Boden, in den Händen hält er einen großen Stein. Ob es sich dabei um das Tatwerkzeug handle, sei unklar.

Festnahme in Thailand: Täter wurde mit blutverschmierter Kleidung aufgegriffen

Update vom 9. April:Die Polizei hat weitere Details zur Festnahme des Verdächtigen bekannt gegeben. Der Mann sei wenige Stunden nach der Tat in seiner Wohnung festgenommen worden, er habe blutverschmierte Kleidung getragen. "Er hat alle Vorwürfe gestanden und zugegeben, dass er vor der Tat Drogen genommen hatte", sagte Polizeiinspektor Atthakoon Salakoon der Nachrichtenagentur AFP.

Update vom 8. April; 12.05 Uhr: Wie die thailändische Polizei nun der Deutschen Presseagentur bestätigte, handle es sich bei der ermordeten Urlauberin aus Deutschland nicht um eine 27-Jährige, sondern um eine 26-Jährige. Behörden hätten die ursprüngliche Altersangabe noch einmal geprüft und nun korrigiert. Auch in unserer Berichterstattung sprachen wir zunächst von einer 27-Jährigen.

Sonne, Strand und Meer: Dieses Foto postete Miriam B. auf Facebook. Es stammt aus einem Urlaub auf Fidschi. Nun fiel sie in Thailand einem Horror-Verbrechen zum Opfer.

Update 8. April 2019; 10.30 Uhr: Laut Medienberichten soll der Einheimische (24) gestanden haben, Miriam B. nach Sex gefragt zu haben. Als sie ablehnte, habe er sie vergewaltigt. Danach habe ihm die Deutsche mit der Polizei gedroht, deshalb habe er sie umgebracht. Laut Polizei hat der Täter der 26-Jährigen mehrfach mit einem Stein auf ihren Kopf geschlagen, berichtet bild.de. Die Leiche wies auch einen Beinbruch auf. Das britische Portal Mirror berichtet außerdem, der Täter würde behaupten, unter Drogeneinfluss gestanden zu haben. 

Die Tote soll aus Hildesheim stammen, berichten Bild und Mirror weiter. Laut ihrer Facebook-Seite war Miriam B. oft im Süden am Meer und Surferin.

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Nach der Tat versteckte der Einheimische die Leiche von Miriam B. hinter einem Felsen und bedeckte sie mit Steinen und trockenen Blättern. Doch nur wenige Stunden später wurde die Leiche gegen 6 Uhr morgen von einem anderen Urlauber gefunden. 

Video: Täter zeigt Polizei den Tathergang mit Backstein

Deutsche in Thailand vergewaltigt und ermordet - Verdächtiger festgenommen

Bangkok - Auf einer thailändischen Insel ist eine 26 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland vergewaltigt und ermordet worden. Die aus Niedersachsen stammende Frau wurde während eines Ausflugs auf der Insel Ko Si Chang getötet, etwa 75 Kilometer von Bangkok entfernt, wie die Polizei am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Als mutmaßlicher Mörder wurde ein 24 Jahre alter Thailänder festgenommen. Der Mann hat die Tat nach Angaben eines Polizeisprechers gestanden.

Die Frau war am Sonntag zu einem Tagesausflug auf die Insel gekommen, die im Golf von Thailand liegt. Ko Si Chang ist aus der Hauptstadt Bangkok und der Touristenmetropole Pattaya recht schnell zu erreichen, die Überfahrt dauert nur etwa eine halbe Stunde. Nach der Ankunft mit der Fähre mietete sich die Urlauberin gegen Mittag einen Roller, um die Insel zu erkunden. Dort soll sie nach verschiedenen thailändischen Medienberichten der 24-Jährige angesprochen haben.

Mord in Thailand: Touristen fanden die Leiche versteckt unter Steinen

Mehrere Stunden später fand ein anderer Urlauber dann zufällig ihre Leiche, versteckt unter mehreren Steinen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Ungkul Sarakul um einen Inselbewohner, der sein Geld mit dem Einsammeln von Müll verdiente. 

Die Frau war der Polizei zufolge seit dem 23. März in Thailand. Zuletzt wohnte sie in einem Hotel der Stadt Si Racha auf dem Festland, direkt gegenüber der Insel.

Die thailändische Insel Ko Si Chang ist bei Touristen sehr beliebt. 

Thailand gehört zu den beliebtesten außereuropäischen Urlaubszielen von Bundesbürgern. Im vergangenen Jahr kamen nach vorläufigen Zahlen mehr als 880.000 Deutsche in das südostasiatische Königreich.

Das Auswärtige Amt (AA) warnt in seinen Reisehinweisen vor zunehmender Kriminalität in Thailand, speziell vor Diebstählen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen - teilweise mit Todesfolge. Insbesondere Urlaubern in den Touristenhochburgen Phuket, Koh Samui und Pattaya rät das Ministerium zur Vorsicht.

Explizit werden in den Reisehinweisen die monatlichen Vollmond-Partys auf der nördlich von Koh Samui gelegenen Insel Koh Pha Ngan erwähnt. Dort sei es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. „Wiederholt sind Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.“

Eine junge Britin ist tot in einem Schweizer Hotel aufgefunden worden. Laut ihrem deutschen Freund soll sie bei Sexspielchen ums Leben gekommen sein.

In Neuseeland machte die Polizei in der Wildnis einen schrecklichen Fund: Eine britische Backpackerin war auf ihrer Reise plötzlich verschwunden.

Vergangenes Jahr sorgte der Mord an zwei skandinavischen Rucksacktouristinnen im Atlas-Gebirge für Schlagzeilen.

mag/dpa

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