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Tianjin trauert um die Toten des Explosionsunglücks.

Regen verschärft die Lage

Tianjin trauert um Opfer des Explosionsunglücks

Tianjin - Mit einer Schweigeminute und Schiffssirenen ist am Dienstag in der nordchinesischen Stadt Tianjin der Opfer des schweren Explosionsunglücks gedacht worden. Regen verschärft unterdessen die Situation in der Hafenstadt. 

Der siebte Tag nach dem Tod ist in China traditionell der Trauertag. Bei den Explosionen am späten Mittwochabend in einem Gefahrgutlager im Hafen waren mindestens 114 Menschen ums Leben gekommen. Bislang werden noch 70 Menschen vermisst, darunter 64 Feuerwehrleute. In Krankenhäusern wurden noch fast 700 Verletzte behandelt, darunter rund 57 Schwerverletzte.

Die Aufräumarbeiten in dem riesigen Trümmerfeld mit herumgewirbelten Containern, ausgebrannten Häusern und weit verstreuten Chemikalien kommen nur langsam voran. Bergungstrupps mit Spezialisten versuchen tonnenweise Behälter mit Chemikalien einzusammeln und wegzutransportieren. Die Suche nach Vermissten gehe weiter, versicherte Chinas Polizeiminister Guo Shenkun. Er forderte die Umweltbehörden auf, die Beobachtung der Luft- und Wasserqualität zu verstärken und die Informationen zügig zu veröffentlichen.

Der erste Regen seit dem Explosionsunglück im Hafen von Tianjin hat am Dienstag in der nordchinesischen Stadt neue Angst vor giftigen Stoffen umgehen lassen. Auf den Straßen liege weiße Flüssigkeit, berichtete die Zeitung „Global Times“ in sozialen Medien. Auch andere chinesische Reporter berichteten von ungewöhnlichem weißem Schaum auf den Straßen.

Der Chefingenieur des Umweltamtes der Zehn-Millionen-Metropole, Bao Jingling, riet der Bevölkerung sich so weit wie möglich von den Verschmutzungen nahe der Unglücksstelle aufzuhalten. Der Regen löste Sorgen aus, dass die weit verstreuten Chemikalien auf Wasser gefährlich reagieren könnten oder Abwasser vergiftet werden könnten.

Bergungstrupps mit Spezialisten brachten bis Montagabend rund 150 Tonnen mit gefährlichen Chemikalien in Sicherheit, wie Vizebürgermeister He Shushan berichtete.

dpa

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