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Einen Tag vor einem Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Indien hat sich am Montag ein Exiltibeter in der Hauptstadt Neu-Delhi selbst in Brand gesteckt.

Aus Protest: Exiltibeter setzt sich selbst in Brand

Neu Delhi - Einen Tag vor einem Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Indien hat sich am Montag ein Exiltibeter in der Hauptstadt Neu-Delhi selbst in Brand gesteckt.

Der Aktivist habe Verbrennungen an 98 Prozent seines Körpers erlitten und sei in kritischem Zustand, teilte die Vereinigung tibetischer Journalisten mit.

Der Mann hatte sich offenbar während einer Demonstration in der Nähe des indischen Parlaments mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Er rannte etwa 50 Meter, bevor er zusammenbrach. Andere Demonstranten erstickten die Flammen mit den tibetischen Fahnen, die sie bei sich trugen, und gossen Wasser über ihn.

Schockierende Fotos: Tibeter setzt sich selbst in Brand

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Wenige Stunden zuvor hatte die indische Polizei, die die Sicherheitsmaßnahmen in Neu-Delhi anlässlich des Besuchs von Hu am Dienstag verstärkt hatte, Dutzende Teilnehmer der Kundgebung festgenommen. Mehr als 600 Menschen waren zu der Demonstration gekommen, um gegen China und die Teilnahme Hus an einem Gipfel der sogenannten BRICS-Staaten in Indien zu protestieren. Einige trugen Plakate mit der Aufschrift „Tibet brennt“ und „Tibet ist nicht Teil Chinas“.

Im Laufe des vergangenen Jahres gab es rund 30 Selbstverbrennungen von Tibetern, vor allem in tibetischen Gebieten Chinas. Sie wollen damit gegen die Herrschaft Chinas in Tibet und für eine Rückkehr des Dalai Lamas, ihres geistlichen Oberhaupts, protestieren. Der Dalai Lama wirft der Regierung in China vor, mit ihrer „skrupellosen Politik“ für die Selbstverbrennungen verantwortlich zu sein.

dapd

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