„Die Natur ist wirklich unglaublich“

Italien: Seltenes Tier vor Urlaubs-Insel gefunden – Foto von Meeresbewohner sorgt für Wirbel

  • Martina Lippl
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Der Fund eines seltenen Tieres in Italien verbreitet sich im Netz rasant. Das Foto von dem Meeresbewohner am Hafen von Elba sorgt für teils heftige Reaktionen.

Elba - Aus den Gewässern vor der Insel Elba ist eine Gefleckte Meersau (Oxynotus Centrina) aus dem Meer gefischt worden. Das seltene Tier ist mehr als einen Meter lang. Der Fund liegt schon etwas länger zurück und ist auf den 19. August datiert. Doch, die Nachricht verbreitete sich blitzschnell, nachdem die Facebook-Seite Isola d‘Elba App ein Foto des seltsamen Wesens veröffentlichte. Das Tier wurde demnach tot aus dem Wasser des Hafens geborgen.

Marinemitarbeiter lieferten den Kadaver sofort an die Hafenbehörde. Die führte eine Untersuchung und Analyse durch. Demnach handelt es sich bei dem seltenen Exemplar um eine Gefleckte Meersau - mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Oxynotus Centrina. Sie ist eine Haiart aus der Gattung der Schweinshaie (Oxynotus) - auch Meersauhaie oder „grunzender Hai“ genannt. Schmeichelhaft ist der Name wohl kaum. Dieser sei allerdings nicht dem Aussehen der Tiere geschuldet, sondern dem Geräusch, das sie von sich geben. Es erinnert an das Grunzen von Schweinen. Die extrem raue Haut dieser Haie erinnert an sehr grobes Schleifpapier - im englischen tragen sie deswegen die Bezeichnung „roughshark“ (auf Deutsch: rauer Hai“).

Seltener Meeresbewohner - Foto von „grunzendem Hai“

Die Meersau lebt hauptsächlich im Ostatlantik und im Schwarzen Meer, in Gewässern zwischen 100 und 700 Metern. Es ist eine seltene Art im Mittelmeerraum und vom Aussterben bedroht. Für Menschen ist die Meersau ungefährlich.

Die Kommentare unter dem Facebook-Post folgten prompt. Die Reaktionen waren zum Teil heftig. Zunächst war offenbar unklar, ob die Meersau tot oder lebend aus dem Meer gefischt wurde. Das sorgte schon für reichlich Diskussionsstoff. Dazu finden einige Nutzer finden das Foto einfach traurig. „Armes Geschöpf“, „hässlicher Fisch, armer Kerl“ ist in den Kommentaren zu lesen. Andere dagegen sind überaus empört. Es sei völlig unpassend einen toten Fisch auf einer Seite zur Tourismus-Förderung zu posten. Doch es gibt auch Nutzer, die sich dafür bedanken, dieses Wesen einmal zu sehen zu bekommen - „die Natur ist wirklich unglaublich“.

Ein junger Grauwal ist im Frühjahr vor der Küste Italiens gesichtet worden*. Was dahinter steckt, ist ein Rätsel. Die Riesentiere leben eigentlich im Ostpazifik und in westpazifischen Gewässern.

Einem Fischer im US-Bundesstaat North-Carolina ist ein ungewöhnlicher Fisch an den Haken gegangen. Fotos von dem Fang sorgten für Staunen - vor allem seine Beißerchen. (ml) *Merkur.de und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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