Tierschützer gegen Tötung von Dioxin-Hühnern

Berlin - Tierschützer haben sich gegen Massentötungen von Hühnern oder Schweinen ausgesprochen, die dioxinbelastetes Futter gefressen haben.

Dies sei nicht nötig, sagte der Vorsitzende der tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, Thomas Blaha, nach einer Meldung des “Focus“ vom Sonntag. “Es gibt zwar Situationen, bei denen Tötungen zum Schutz des Gemeinwohls notwendig sind, beispielsweise Seuchen“, wird der Epidemologe von der Tierärztlichen Hochschule Hannover zitiert. “Das trifft für Dioxinbelastungen wie im vorliegenden Fall aber nicht zu.“

Stattdessen könnte man “beispielsweise belastete mit unbelasteten Eiern vermischen“, schlug Blaha vor. “Damit kämen wir in Verdünnungsstufen, die wir tagtäglich zu uns nehmen.

Ähnliches ließe sich auch für Fleischprodukte denken.“ Auch dafür müsste man die Tiere nicht vorzeitig töten. Man müsse die Tiere nur länger im Stall stehen lassen und ihr Fleisch anschließend mit nicht kontaminiertem Fleisch mischen, um ein gesundheitlich unbedenkliches Produkt zu gewinnen.

“Weil es diese Möglichkeiten der wirtschaftlichen Verwertung gibt, existiert kein ethisch vertretbarer Grund, die Tiere zu töten“, sagte Blaha.

dapd

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