Tierschützer jubeln

Tabakriese stoppt Tierversuche

Greensboro - Sieg für Tierschützer: Der drittgrößte US-Zigarettenhersteller lässt von Tierversuchen ab. Lorillard hatte Ratten über Jahre hinweg Zigarettenrauch inhalieren lassen.

Der drittgrößte Zigarettenhersteller der USA führt keine Tierversuche mehr durch. Der Tabakriese Lorillard hat eine neue Firmenpolice, die unter die Experimente mit Tieren einen Schlussstrich zieht, wie die Tierschutzorganisation Peta berichtet.

Als Ausnahme nennt die Regelung gesetzliche Vorschriften, die Tierversuche ausdrücklich vorschreiben. Der Zigarettenhersteller veröffentlichte die Police auf seiner Homepage. Zuvor war der Tabakriese über längere Zeit hinweg mit Tierschützern im Gespräch gewesen. Lorillard vertreibt Zigaretten unter den Markennamen Newport, True Maverick, Old Gold oder Kent.

In Deutschland und Belgien verboten

Der Zigarettenhersteller hatte Ratten über Jahre hinweg Zigarettenrauch inhalieren lassen. Nach einer gewissen Zeit wurden die Tiere laut Peta getötet, aufgeschnitten und ihre Lunge untersucht. Tierschützer bemängeln seit Langem, dass diese Art von Tierversuchen sinnlos ist: Die Ergebnisse könnten nicht mit denen bei Menschen verglichen werden könnten.

Verboten sind derartige Versuche mit Tabakerzeugnissen in Deutschland, Großbrittanien, Belgien, Estland und der Slowakei. In den USA hat der viertgrößte Tabakproduzent der Welt, Imperial Tobacco (Gauloises, West, Davidoff), vor mehreren Jahren seine Tierversuche eingestellt.

Auf den Zug aufgesprungen sind aber längst nicht alle Unternehmen des Tabakgeschäftes: Die beiden größten amerikanischen Zigarettenhersteller R.J. Reynolds und Philip Morris führen weiterhin Tierversuche durch.

wei

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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