Gefangenes Raubtier

Tiger stürzt aus Wolkenkratzer in den Tod

Pingdu - Ein junger Tiger ist bei einem Sprung aus einem Hochhaus in China ums Leben gekommen. Die Polizei hat bereits eine Theorie, was es dort machte und wie es zu dem tödlichen Unfall kam.

Wie die staatliche Zeitung "Peninsula City" am Mittwoch berichtete, entdeckte ein Paar in der ostchinesischen Großstadt Pingdu auf dem Heimweg das tote Raubtier in der Nähe des Hochhauses. Die beiden hätten zunächst angenommen, dass es sich um einen Hund handele, dann aber die Polizei verständigt. Der ungewöhnliche Vorfall ereignete sich dem Bericht zufolge während der Feiern des neuen Mondjahrs in China vor einer Woche. Die Polizei vermutet, dass das riesige Feuerwerk zum Jahreswechsel den Tiger in Panik versetzte. Das Tier sei offenbar aus seinem Käfig ausgebrochen und dann in den Tod gestürzt. Auf Fotos war der Tiger auf der Seite liegend mit einer Blutlache rund um seinen Kopf zu sehen.

Zum Besitzer des Tigers machte die Zeitung keine Angaben. Die Polizei ermittele, Festnahmen habe es keine gegeben, hieß es lediglich.

Die Zahl der in Gefangenschaft lebenden Tiger ist in China in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Bis zu 6000 Exemplare werden in etwa 200 Tiger-Farmen gehalten. In freier Wildbahn leben weltweit mittlerweile nur noch halb so viele Tiger.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Tigerknochen stärkende Wirkung für den Menschen zugesprochen. Der Handel mit den Knochen wurde in der Volksrepublik 1993 zwar verboten, aber das Gesetz wird nach Angaben von Tierschützern regelmäßig gebrochen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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