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Deutscher Wanderer stürzt in Tiroler Alpen ab und stirbt – Leiche erst im Dunkeln gefunden

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Von: Marcus Giebel

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Ein Polizeihubschrauber fliegt vor Bäumen entlang
Vergeblicher Rettungseinsatz: Per Polizeihubschrauber wurde die Leiche ins Tal gebracht. (Symbolbild) © IMAGO / dmuk-media

Eine Wanderung ohne Begleitung wurde einem 49-Jährigen aus Deutschland in Tirol zum Verhängnis. Erst im Dunkeln stößt die Suchmannschaft auf die Leiche.

München - Ein tödliches Ende fand eine Wandertour eines Deutschen in Tirol. Trotz einer Rettungsmission auf Hinweis der Partnerin des Opfers kam jede Hilfe zu spät.

Wie die Polizei berichtet, war der 49-Jährige am Donnerstag (18. August) gegen 8 Uhr „alleine vom Parkplatz Hintersteiner See über die Waller Alm auf das Hocheck und weiter über den Westgrat des Zettenkaisers zum Gipfel“ hinaufgestiegen. Fünfeinhalb Stunden später habe er sich „über den Riegensteig wieder im Abstieg“ befunden, mit seiner Lebensgefährtin hatte er einen Treffpunkt am Parkplatz vereinbart.

Video: So rettet die Bergwacht Menschen aus unwegsamem Gelände

Deutscher Wanderer stürzt in Tiroler Alpen ab: Suchmannschaft findet Leiche erst im Dunkeln

Doch als der aus Reutlingen stammende Mann um 19.30 Uhr noch immer nicht dort erschien, informierte die Frau die Rettungskräfte. Umgehend sei eine großangelegte Suchaktion in Gang gesetzt worden, beteiligt waren dem Bericht zufolge sechs Personen der Bergrettung Scheffau, zehn Mitglieder der Bergrettung Kufstein, drei Hundeführer der Bergrettung, acht Einsatzkräfte des Bezirksfeuerwehrverbands Kufstein samt Drohne, vier Diensthundeführer der Polizei, eine Streife der Polizeiinspektion Kufstein und die Alpinpolizei sowie ein Polizeihubschrauber.

Nach mehrstündiger Suche stießen die Rettungskräfte gegen 23 Uhr auf dem Riegensteig auf die Leiche des Vermissten. Die Tiroler Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass „ein größerer Felsblock, den der 49-Jährige als Tritt oder Griff benutzte, ausgebrochen sein“ könnte. Daraufhin sei der Baden-Württemberger rund 25 Meter über eine steile Felsrinne abgestürzt und „von den mitgerissenen Felsblöcken verschüttet“ worden.

Die Leiche wurde am Freitagmorgen von einem Polizeihubschrauber geborgen. (mg)

Nach einem Gleitschirm-Absturz am Brauneck erliegt eine Frau aus dem Raum München ihren Verletzungen. Eine andere Frau stürzt im Chiemgau 30 Meter tief und kommt ums Leben. Ein Autor und Comedian stirbt nach einem Sturz über 50 Meter.

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