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Spektakulärer Felssturz in Vals.

Abgeschnitten vom Rest der Welt

Tiroler Geröll-Lawine: So erlebten Anwohner den Abgang der Felsmassen

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Der Schock vom Heiligabend sitzt noch immer tief. Eine Lawine hat eine wichtige Straße in Tirol verschüttet. 130 Menschen sind deshalb von der Außenwelt abgeschnitten. Eine Familie erzählt.

Heiligabend im Valser Tal, einem Seitental des von Innsbruck zum Brenner fahrenden Wipptals. Die Glocken der Pfarrkirche St. Jodok läuten zum Ende der Christmette. Viele Valser Familien fahren nach Hause, wo die Geschenke unter dem Christbaum warten. 

Gerade haben die Autos die Abzweigung zum Weiler Padaun passiert, da erschüttert ein Grollen das tief verschneite Tal. „Es hat sich angehört wie ein Erdbeben“, erzählt der Gemeindesekretär von Vals, Josef Gatt. „Das ganze Haus hat gezittert. Wir sind auf den Balkon gegangen, da gab es eine riesige Staubwolke – es war unheimlich.“ 

Auf einer Länge von 150 Metern haben sich Felsmassen in der Bergflanke oberhalb der Straße im Tal gelöst und sind in die Tiefe gestürzt, 10.000 Kubikmeter Schiefer rissen Bäume, Gras und Erde mit sich, der gigantische Steinschlag ging zwischen zwei Gehöften nieder und verschüttete die Straße an der Abzweigung nach Padaun. Die Gesteinslawine blieb nur wenige Meter vor einem Gehöft stehen. „Es ist wie durch ein Wunder niemandem etwas passiert“, berichtet Martina Wolf, die mit ihrem Ehemann Daniel den Berggasthof Steckholzer oberhalb des Bergsturzes betreibt. 

Der Gasthof gehört zu den Gehöften, die jetzt nicht mehr erreichbar sind, 130 Bewohner sind betroffen. „Wir hätten an den Feiertagen Weihnachtsfeiern gehabt, die Gäste konnten uns aber nicht erreichen“, so Wolf. „Am Mittwoch kommen Gäste, wir hoffen, dass die dann wieder durchkommen.“ Die Behörden schütten eine Schotterstraße auf der anderen Talseite auf, am Mittwoch soll sie fertig sein.

Geschockte Gasthofbetreiber: Martina und Daniel Wolf.

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