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Ein dem Gefängnis kam es zu einem Aufstand.

Zahl soll auf 1850 steigen

Tödliche Meuterei in Gefängnis: Soldaten im Einsatz

Natal - Nach der tödlichen Meuterei in einem Gefängnis im Nordosten Brasiliens haben Soldaten damit begonnen, durch die nahe gelegene Stadt Natal zu patrouillieren.

Erste Einheiten bezogen am Freitag (Ortszeit) Position an Stellen mit hohem Aufkommen von Touristen in dem beliebten Küstenort. Der Gouverneur des Bundesstaats Rio Grande do Norte hatte die Unterstützung der Armee angefordert.

Insgesamt waren in Natal, der Hauptstadt des Bundesstaats, etwa 650 Soldaten im Einsatz. Bis Sonntag sollte ihre Zahl auf rund 1850 steigen. Ihre Aufgabe sei es, in Natal die Ordnung wieder herzustellen, erklärte Verteidigungsminister Raul Jungmann während eines Besuch in der Stadt. Ein Einsatz der Armee in Gefängnissen sei nicht vorgesehen.

Bei den seit einer Woche andauernden Kämpfen zwischen inhaftierten Mitgliedern verfeindeter Drogenbanden im Alcaçuz-Gefängnis wurden bereits 26 Häftlinge getötet. Die meisten von ihnen wurden enthauptet. Bei einem versuchten Aufstand in einem Gefängnis der Stadt Caicó wurde zudem ein Insasse umgebracht.

In Natal und mehreren anderen Städten des Bundesstaats setzten Bandenmitglieder bei Ausschreitungen in der Nacht zum Donnerstag zahlreiche Fahrzeuge in Brand. Sie protestierten damit gegen die Überstellung von 220 Mitgliedern eines Drogensyndikats aus dem Alcaçuz-Gefängnis in andere Haftanstalten. Jungmann zufolge werden die Soldaten in keinem der Gefängnisse eingesetzt, "wo die Möglichkeit von Revolten, Instabilität oder Krisen besteht".

Insgesamt gab es beim Krieg um die Kontrolle über den Kokainhandel in den vollkommen überbelegten brasilianischen Gefängnissen seit Jahresbeginn mehr als 130 Tote. Im Mittelpunkt der tödlichen Konfrontation stehen dabei die Mitglieder der mächtigen Verbrecherorganisationen PCC (Erstes Kommando der Hauptstadt) aus São Paulo und diejenigen der gegnerischen Bande CV (Comando Vermelho, Rotes Kommando) aus Rio de Janeiro.

AFP

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