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Ermittlungen nach Schießerei im Leipziger Rockermilieu

Ermittlungen laufen

Tödliche Schüsse im Rockermilieu: Hintergründe noch unklar

Leipzig - Einen Toten und zwei Verletzte hat es bei einem Streit im Rockermilieu in Leipzig gegeben. Die Staatsanwaltschaft hält sich mit Informationen zurück - und verweist auf laufende Ermittlungen.

Nach den tödlichen Schüssen im Rockermilieu äußert sich die Leipziger Staatsanwaltschaft nicht zu den möglichen Hintergründen. Zudem gebe er keine Auskunft zur Identität des Getöteten und der beiden Verletzten, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Ricardo Schulz, am Montag. Nach ersten Erkenntnissen hat ein Mitglied der Hells Angels am Samstag auf der Eisenbahnstraße auf Angehörige der verfeindeten United Tribuns geschossen. Gegen den festgenommenen 30-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Die Eisenbahnstraße gilt als sozialer Brennpunkt Leipzigs und ist immer wieder Schauplatz von Schlägereien. Auch Drogenrazzien gibt es dort immer wieder.

Auf der Facebook-Seite der United Tribuns wurden Angaben zum Opfer gemacht. Der Mann war demnach Anwärter auf eine Vollmitgliedschaft. Medienberichten zufolge soll er 25 Jahre alt gewesen sein. Diesen Berichten zufolge soll einer der Verletzten der 31-jährige Vize-Chef der Leipziger United Tribuns sein, der andere ein 34-jähriges Clubmitglied.

Im Sachsen sind nach Angaben des Landeskriminalamtes sieben Rockerclubs aktiv. „Die sächsische Polizei rechnet diesen Clubs momentan mehr als 100 Personen zu“, teilte LKA-Sprecher Tom Bernhardt mit. Im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren seien die Zahlen rückläufig. „Ein Grund ist das Verbotsverfahren gegen den Gremium MC Regionalverband Sachsen“, so Bernhardt. Außerdem lösten sich die Ortsgruppen des Bandidos MC in Sachsen selbst auf.

dpa

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