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Die aus dem nordrhein-westfälischen Geilenkirchen stammende Frau war im September 2008 während einer Nachtwache von dem Segelschulschiff in die Nordsee gestürzt und ertrunken.

Todesumstände unklar

Tod von "Gorch Fock"-Kadettin erneut vor Gericht

Münster - Der Rechtsstreit nach dem Tod der "Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken geht in eine neue Runde. Die damals 18-Jährige war 2008 während einer Nachtwache gestürzt und in der Nordsee ertrunken.

Update vom 4. April 2017 : Der Tod der Kadettin Jenny Böken auf der "Gorch Fock" sorgte vor einigen Jahren für großen Schrecken. Der Fall ging sogar vor Gericht. Die ARD zeigt am Mittwoch den Spielfilm zum Todesdrama und versucht zu klären, was auf der Gorch Fock geschah.

Bericht

Am 14. September verhandelt das Oberverwaltungsgericht Münster über eine Berufung der Eltern der mit 18 Jahren Verstorbenen gegen eine 2014 vor dem Verwaltungsgericht Aachen verlorene Entschädigungsklage, wie das Gericht am Montag mitteilte. Demnach sind zu der in öffentlicher Sitzung stattfindenden Verhandlung auch Zeugen geladen.

Die Eltern klagen nach dem Soldatenversorgungsgesetz auf eine Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro. Diese einmalige Zahlung setzt voraus, dass ein Soldat sich einer besonderen Lebensgefahr aussetzte. Das Verwaltungsgericht Aachen hatte 2014 entschieden, der Wachdienst der jungen Soldatin sei zwar lebensgefährlich, aber nicht besonders lebensgefährlich gewesen.

Die genauen Todesumstände Bökens blieben unklar. Die aus dem nordrhein-westfälischen Geilenkirchen stammende Frau war im September 2008 während einer Nachtwache von dem Segelschulschiff in die Nordsee gestürzt und ertrunken. Damals herrschte unweit von Norderney Windstärke sieben.

Strafrechtlich hatte der tödliche Zwischenfall keine Konsequenzen - die Strafverfolgungsbehörden gehen von einem tragischen Unglücksfall aus. Die Eltern waren mit Klagen gescheitert. Zu der gegen die Bundesrepublik gerichteten Zivilklage erklärten sie, dass es ihnen nicht um das Geld, sondern um Klarheit in dem Fall gehe.

AFP

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