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Oakland trauert um die Opfer der Brandkatastrophe.

36 Leichen geborgen

Tödliches Großfeuer in Oakland - Auslöser gefunden?

Oakland - Bei der Suche nach der Ursache des Brandes bei einer Party im kalifornischen Oakland mit 36 Toten gibt es eine Theorie. Unterdessen werden schreckliche neue Details der Tragödie bekannt.

Die Opfer der Brand-Katastrophe von Oakland haben in Todesangst „Textnachrichten an ihre Eltern geschickt und geschrieben, dass sie sie lieben und dass sie sterben", sagte Sheriff-Sprecher Ray Kelly. „Mama, ich sterbe", schrieb laut Sheriff Greg Ahern eine Frau an ihre Mutter. Zwei Opfer hätten sich anscheinend in den Armen gelegen, als sie von den Feuerwehrleuten tot aufgefunden wurden.

Defekter Kühlschrank als Auslöser?

Möglicherweise löste ein defekter Kühlschrank das Inferno aus. Wie der Sheriff des Bezirks, Gregory Ahern, am Dienstagnachmittag (Ortszeit) dem Sender KTVU sagte, will ein Augenzeuge Flammen an dem Haushaltsgerät gesehen haben.

In dem Bereich mit mehreren Elektrogeräten habe es auch deutliche Brandspuren gegeben, die auf eine Feuerquelle hinwiesen, sagte Ahern. Eine Mitarbeiterin der für Brandermittlungen zuständigen Bundesbehörde ATF warnte aber vor voreiligen Rückschlüssen. Die Ermittlungen liefen noch, hieß es in einer Pressekonferenz.

Bis Mitternacht wollten die Einsatzteams die Spurensuche in dem völlig ausgebrannten Lagerhaus abschließen. Sie gehen davon aus, dass sich die Zahl der Todesopfer nicht weiter erhöht. 36 Leichen waren bis Montagabend gefunden worden.

Das Feuer war am Freitagabend bei einer illegalen Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. In dem als „Ghost Ship“ (Geisterschiff) bekannten Lagerhaus hatten Künstler sich Ateliers eingerichtet. Nach Angaben der Behörden durfte das Gebäude als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden.

Nach Angaben der Bürgermeisterin von Oakland, Libby Schaaf, waren in den vergangenen Jahren wiederholt Beschwerden gegen die Eigentümer der Halle eingegangen, unter anderem wegen Müllbergen auf dem Grundstück.

Ex-Bewohnerin erhebt schwere Vorwürfe gegen Betreiber

Eine frühere Bewohnerin der „Ghost Ship“-Künstlerkollektive, Shelley Mack, listete am Dienstag auf ihrer Facebookseite Vorwürfe auf, mit denen sie 2015 nach eigenen Angaben den Manager Derick Ion Almena konfrontiert hatte. Darin beschreibt sie, dass sich Müll und Gerümpel häufig in den Gängen, auf Treppen und vor Türen gestapelt habe. Sie habe schon damals vor der Feuergefahr gewarnt und auch die Behörden eingeschaltet, schreibt Mack.

Almena sagte dem Fernsehsender NBC, die Katastrophe tue ihm "unglaublich leid". Doch habe er das Gebäude nur gemietet gehabt, und sei davon ausgegangen, dass es den Normen entspreche.

bilder

Feuer auf Techno-Party

dpa/afp

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