Hundert Beschwerden von Touristen

Kurioser Kampf gegen Tokios Rüpel-Jogger

Tokio - Tokio hat ein Problem: Rücksichtslose Jogger vor Japans Kaiserpalast. Rund hundert Touristen haben sich inzwischen beschwert. Nun haben die Behörden den Läufern den Kampf angesagt.

Die vielen Jogger rund um den japanischen Kaiserpalast in Tokio haben sich so unbeliebt gemacht, dass die Behörden nun Schilder mit Verhaltensregeln für sie aufgestellt haben. In den vergangenen Jahren seien etwa hundert Beschwerden von Touristen und älteren Menschen über rücksichtslose Dauerläufer eingegangen, sagte ein Vertreter der Behörden des Stadtteils Chiyoda-ku, wo sich der Palast befindet. Die Jogger rannten demnach andere Menschen um und entschuldigten sich dafür nicht einmal.

"In einigen Fällen wurden die Opfer von den Joggern verhöhnt oder angeschrien", fügte der Behördenvertreter hinzu. Während der Kaiserpalast selbst strikt abgeriegelt ist, stehen große Teile der dazu gehörenden Ländereien der Bevölkerung offen. Besonders beliebt sind in dem dicht besiedelten Tokio die Grünflächen des Areals, die täglich auch rund 10.000 Läufer anziehen.

Hinweisschilder machen nun die Verhaltensregeln deutlich. Die Jogger müssen demnach Spaziergängern den Vortritt lassen, ihre Runden gegen den Uhrzeigersinn drehen und sich höflich verhalten. Damit wird ein weiterer Verhaltenskodex in Japan festgeschrieben, wo bereits an Orten wie der U-Bahn und Schwimmbädern zahlreiche Hinweisschilder an die strikten Regeln erinnern.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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