Empörung im Netz

Stierkämpfer nimmt fünf Monate alte Tochter mit in Arena

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Madrid - Dieses Foto löst Empörung in der Netzgemeinde aus: Ein erfahrener Torero nimmt seine erst fünf Monate alte Tochter mit in die Arena. Der Vater kann die Aufregung nicht verstehen.

Ein Stierkampf ist kein Zuckerschlecken und kann schon mal ziemlich gefährlich werden. Jedes Jahr wieder passieren bei Stierkämpfen schwere Unfälle, oft sogar mit Todesfolge. Doch der spanische Torero Fran Rivera Ordóñez macht sich keine Sorgen, wenn er die Arena betritt. So postet er auch stolz Bilder von sich beim Stierkampf auf Instagram. An und für sich kein Problem, doch jetzt hat er die Netzgemeinde gegen sich aufgebracht. Auf dem Foto sieht man Ordóñez beim Stierkampf, auf seinem Arm trägt er seine fünf Monate alte Tochter.

Der 42-Jährige ist als Torero auch unter dem Namen "Paquirri" bekannt. Der Stierkampf hat in seiner Familie lange Tradition und laut Ordóñez gäbe es weitaus gefährlichere Dinge auf der Welt. So begründet er auch sein Verhalten. Für seine Tochter habe eine "minimale Gefahr" bestanden, sie sei nirgends sicherer als in seinen Armen.

Die zahlreichen Anschuldigungen und Drohungen reißen dennoch nicht ab. Jetzt hat sich sogar der Jugendbeauftragte der Region Andalusien via Twitter zu dem Fall geäußert. Es werde geprüft, ob Ordóñez in diesem Fall Konsequenzen drohen.

Ordóñez hingegen kann das alles nicht verstehen. Auf Twitter postet er ein Foto von sich und seinem Vater, als dieser ihn damals mit in die Arena nahm. Und auch andere Twitter-Nutzer posten Bilder von sich und ihren Kindern beim Stierkampf. Die Meinungen dazu sind offensichtlich gespalten, die einen finden es verantwortungslos, die anderen sehen es als Tradition an und können die Aufregung nicht nachvollziehen. Bleibt abzuwarten, wie das Amt des Jugendbeauftragten die Sache bewertet. 

Dieser 14-Jährige möchte Stierkämpfer werden:

mt

Rubriklistenbild: © Instagram/@f.r.paquirri

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