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Die einen nennen es Kulturerbe, die anderen Tierquälerei: Der Spanische Torero Curro Diaz in Triumphpose mit dem abgeschnittenen Ohr des Stiers, den er soeben getötet hat.

Trophäe für „Mut und Eleganz“

Muss das sein? Torero posiert mit abgeschnittenem Stier-Ohr

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Madrid - Am Ende eines Stierkampfes triumphiert der Torero und lässt sich für seinen Mut feiern. Am Sonntag kam es in Madrid dabei zu besonders grausigen Szenen.

Als der Stier endlich geschlagen, mit einem Degen durch den Nacken bis ins Herz, in den Sand der Arena „Las Ventas“ in Madrid niedergesunken war, feierte das Publikum den Torero Curro Diaz mit tosendem Applaus. Diaz spielte bei dem blutigen Spektakel am Sonntag, 20. März, die Hauptrolle. Er hatte offensichtlich einen sehenswerten Auftritt hingelegt, denn das Publikum winkte ihm mit seinen Taschentüchern zu trug ihn auf den Schultern aus der Arena.

Dem siegreichen Stierkämpfer wurde noch eine weitere Ehre zuteil: Für seine besonders gelungene Vorstellung erhielt der Matador, der Stiertöter, das Ohr seines besiegten Gegners. Ein martialischer Anblick: Blutverschmiert und mit einem triumphierenden Strahlen auf dem Gesicht präsentiert Curro Diaz stolz seine Trophäe.

In Teilen Spaniens ist der Stierkampf bereits verboten

Der Torero Curro Diaz pariert den Angriff des bereits schwer verletzten Stiers.

Bei den Gegnern des blutigen Sports löst dieser Anblick Abscheu und Entsetzen aus – Stierkampf ist auch in Spanien nicht unumstritten, Tierschützer verurteilen ihn als Tierquälerei. In der Region Katalonien und auf den kanarischen Inseln ist das Spektakel bereits seit 2012 verboten, auch Mallorca treibt die Abschaffung voran. Doch seine Anhänger halten energisch an der Tradition fest: bei einer Kundgebung in Valencia gingen 30.000 Menschen, angeführt von berühmten Torreros, für den Erhalt des Stierkampfs als Kulturgut auf die Straße, berichtet die Bild. Gegendemonstranten: nur einige Dutzend.

Dass ein Stier seinen Kampf überlebt und begnadigt wird, kommt äußerst selten vor. Doch auch einem getöteten Stier, der sich ausnehmend gut geschlagen hat, wird eine (fragwürdige) Ehre zuteil: Mit Maultieren oder Pferden wird sein blutüberströmter Körper durch den Sand der Arena geschleift und dem begeisterten Publikum präsentiert.

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