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Die Wetterbedingungen am kommenden Samstag sind nicht ideal.

Totale Mondfinsternis fällt kurz aus

Berlin - Die totale Mondfinsternis am Samstag gerät für Schaulustige hierzulande zum kurzen Vergnügen. Je nach Region ist die Phase der kompletten Verdunklung nur wenige Minuten oder gar nicht zu sehen.

Das sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag in Offenbach. Die totale Finsternis beginne um 15.06 Uhr und halte bis 15.58 Uhr an. In vielen Teilen Deutschlands gehe der Mond aber erst später auf, sodass dort nur noch der schrittweise Austritt aus dem sogenannten Kernschatten zu beobachten sei. Auch die Wetterbedingungen sind demnach alles andere als ideal.

Am besten sind die Sichtverhältnisse noch im Nordosten: In Rostock geht der Mond laut DWD um 15.46 Uhr auf, sodass Beobachter dort ganze zwölf Minuten des Naturschauspiels verfolgen können. Richtung Südwesten verkürzt sich diese Dauer stetig, in Dresden bleiben immerhin noch zwei Minuten, in Hamburg und Frankfurt am Main ist die totale Finsternis schon nicht mehr zu sehen.

Dort bleiben den Schaulustigen zur Beobachtung nur der schrittweise Austritt aus dem sogenannten Kernschatten und die vergleichsweise längere Phase im Halbschatten. “Die ist für das ungeübte Auge aber kaum zu erkennen“, sagte der Leiter der Bochumer Sternwarte, Thilo Elsner. “Ungünstigere Sichtbedingungen als dieses Mal“ seien deshalb kaum möglich. In ihrem kompletten Verlauf werde die Mondfinsternis nur sehr viel weiter im Osten zu sehen sein: In Russland, Asien, Australien und der Pazifikregion.

Wetterprognose trübt Himmelsspektakel zusätzlich

Wenig erfreulich klingt für die Fans des Himmelsspektakels auch die Wetterprognose für Samstagnachmittag: Der DWD rechnet im Norden mit kräftigen Schauern, in Mitteldeutschland dagegen nur mit wechselhafter Bewölkung und im Süden mit starker Bewölkung. “Dort wo die Mondfinsternis am längsten zu beobachten ist, haben wir also den meisten Regen“, beschreibt Meteorologe Simon Trippler das Dilemma. “Und dort, wo es die meisten Lücken in der Wolkendecke gibt, sieht man wiederum die totale Mondfinsternis nicht mehr.“ Zudem bewegten sich die Temperaturen deutschlandweit voraussichtlich nur knapp über dem Gefrierpunkt.

In den Erdschatten taucht der Mond, wenn sich die beiden Umlaufbahnen schneiden. Die Finsternis ist dann überall zu sehen, wo der Mond um diese Zeit über dem Horizont steht. Von Mitteleuropa aus ist dieses Naturschauspiel ein bis zwei Mal im Jahr zu beobachten. Als totale Mondfinsternis gilt es, wenn sich der Mond vollständig im Kernschatten der Erde befindet. Eine partielle Finsternis tritt ein, wenn er nur teilweise im Kern- und teilweise im Halbschatten liegt.

Zur letzten totalen Mondfinsternis in Deutschland kam es am 15. Juni dieses Jahres. Bis zur nächsten müssen sich die Fans deutlich länger gedulden: Erst am 28. September 2015 wird das Naturspektakel hierzulande wieder in voller Länge zu genießen sein.

dapd

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