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Tote bei Anschlägen im Irak

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- Bukarest/Sofia/Bagdad - Das Schicksal der drei am Montag im Irak entführten rumänischen Journalisten war am Mittwoch weiter ungewiss. Der stellvertretende US-Außenminister Robert Zoellick bestätigte am selben Tag in Bukarest, dass der vermutlich mit den Journalisten entführte irakische Geschäftsmann Mohammed Munaf auch US-Bürger sei. Der in Bukarest lebende syrische Geschäftsmann Omar Hayssam sagte im rumänischen Fernsehen, ein Mann, der arabisch mit irakischem Akzent sprach, habe am Dienstagvormittag zwei Mal telefonisch von ihm Lösegeld in Höhe von vier Millionen US-Dollar für die Freilassung der Geiseln verlangt.

Hayssam ist nach eigenen Angaben mit Munaf, der die Reise der Journalisten bezahlt und Interviews organisiert hatte, befreundet. Gegen Hayssam laufen Ermittlungen wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung und Verwicklungen in das Organisierte Verbrechen, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft in Bukarest am Mittwoch. Sein Vermögen wird auf 90 bis 100 Millionen US-Dollar geschätzt.

Die USA haben Bulgarien angesichts des geplanten Abzugs seiner Soldaten aus dem Irak zur weiteren politischen Unterstützung aufgerufen. Zoellick sagte nach Gesprächen mit der bulgarischen Führung in Sofia, Washington erwartete auch nach dem Rückzug der etwa 450 Bulgaren aus dem Irak zum Jahresende eine Beteiligung an den wirtschaftlichen Bemühungen zum Wiederaufbau des Iraks.

Bei einem Autobombenanschlag auf eine US-Patrouille in Abu Ghoreib westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad ist am Mittwoch ein unbeteiligter Zivilist getötet worden. Nach Angaben von Augenzeugen ging das US-Militärfahrzeug in Flammen auf. Außer sechs Passanten seien auch US-Soldaten verletzt worden. Im Süden der irakischen Hauptstadt, zwischen Hilla und Diwanija, wurden bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Polizeipatrouille ein Beamter sowie ein Zivilist getötet und außerdem vier Passanten verletzt. Im Nordirak, in der Nähe von Erbil, wurde ein Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans von Unbekannten erschossen.

Das US-Militär teilte mit, in der Nähe von Hawija (40 Kilometer westlich von Kirkuk) seien sieben Verdächtige festgenommen worden, die offenbar im Zusammenhang mit einem Raketenanschlag auf einen Stützpunkt der Koalitionstruppen stünden.

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