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Nach einem Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala sind mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Foto: Luis Soto, AP

Tausende auf der Flucht

Tote bei Vulkanausbruch in Guatemala

Nachdem er zuletzt Ende Mai Schlamm ausspuckte, entfaltet der Vulkan nun seine ganze Kraft: Kilometerweit spuckt er Rauch und Asche in die Luft. Tausende müssen ihre Häuser verlassen - mehrere Menschen kommen bei der Katastrophe ums Leben.

Guatemala-Stadt - Die Zahl der Todesopfer ist nach einem Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala auf 25 gestiegen. Das teilte der Sprecher des Katastrophenschutzes des lateinamerikanischen Landes, David de León, mit.

Dabei handele es sich um vorläufige Angaben, so De León in einer Mitteilung. Conred-Leiter Sergio García Cabañas befürchtete, dass die Opferzahl noch weiter steigen könne. 

3100 Menschen mussten Gebiete verlassen

Rund 3100 Menschen mussten das Gebiet verlassen, wie die Streitkräfte des lateinamerikanischen Landes auf Twitter mitteilten.

Laut Regierung waren rund 1,7 Millionen Menschen von dem Vulkanausbruch betroffen. Präsident Jimmy Morales besuchte am Abend die Conred-Einsatzzentrale und rief die Bevölkerung in dem Gebiet um den Vulkan rund 70 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Guatemala-Stadt auf, die Sicherheitshinweise zu beachten. Die Regierung erwäge, den Katastrophenfall auszurufen, um das Ausmaß der Schäden inspizieren zu können, so Morales.

Er dankte Mexiko, Honduras und El Salvador für die Anteilnahme. Mexiko bot nach Angaben seines Präsidenten Enrique Peña Nieto Hilfe für den Nachbarstaat an.

Mehrere Menschen auch mit Verbrennungen im Krankenhaus

Im Netz waren Bilder von Bewohnern rund um den 3700 Meter hohen Berg zu sehen, die vor Feuer und Lava flüchteten. Über dem Gebiet breitete sich eine riesige Rauch- und Aschewolke aus. In vier Departments des mittelamerikanischen Landes gingen Asche und Gestein nieder. In Videos aus der Region waren Straßenzüge und Bäume zu sehen, die mit einer weißgrauen Ascheschicht überzogen waren.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums mussten mehrere Menschen mit Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht werden. Darunter waren auch mindestens sechs Kinder, wie das Ministerium auf Twitter mitteilte. Es seien Notunterkünfte für die Betroffenen eingerichtet und Essen bereitgestellt worden, so das Ministerium.

Auf Twitter verbreitete Videos der Streitkräfte zeigten Helfer, die mit Asche verschmierte Kinder aus Häusern trugen. Nach eigenen Angaben waren rund 300 Soldaten der Ejército im Einsatz.

Nach Conred-Angaben handelte es sich um den schlimmsten Ausbruch der vergangenen Jahre. Die Rauchwolken waren demnach bis in einer Höhe von sechs Kilometern über dem Meeresspiegel zu sehen. Der Flughafen von Guatemala-Stadt musste wegen Ascheregens auf der Landebahn geschlossen werden, wie die Flugbehörde DGAC mitteilte.

Der Feuervulkan hatte bereits Ende Mai einen Schlammstrom ausgespuckt, wie das Institut für Seismologie und Vulkanologie Guatemalas auf seiner Homepage mitteilte. Bereits seit 2002 zeigt der Vulkan demnach immer wieder kräftige Aktivität. Historische Aufzeichnungen über Ausbrüche des Feuervulkans gehen dem Institut zufolge zurück bis in das Jahr 1531.

dpa

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