42 Tote bei Bombenanschlägen in Südindien

Neu Delhi - In der südindischen Millionenstadt Hyderabad sind bei zwei Bombenanschlägen nach jüngsten Angaben 42 Menschen getötet worden. 50 Menschen wurden verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur PTI am Sonntag unter Berufung auf die Polizei.

Die Explosionen in einem Straßenrestaurant und bei einer Lasershow im vielbesuchten Lumbinipark seien am Vorabend durch Zeitzünder ausgelöst worden, hieß es weiter.

Eine dritte Bombe habe von Spezialisten entschärft werden können, sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates, Andhra Pradesh, Y.S. Rajasekhar Reddy, in Hyderabad. Hinter der Tat vermuten die Behörden die verbotene muslimische Terrororganisation Harkat-ul-Jehadi-Islamia (HuJI). Offiziell hat sich jedoch noch niemand dazu bekannt. Extremistische Muslime und radikale Hindu-Nationalisten verüben in Indien immer wieder Anschläge, um Spannungen zwischen den beiden größten Glaubensgemeinschaften zu schüren.

Der indische Innenminister, Shivraj Patel, verurteilte die Bombenanschläge am Sonntag in Neu Delhi unmittelbar vor seiner Abreise nach Hyderabad. Nach PTI-Angaben sprach er Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. Auch der stellvertretende pakistanische Botschafter in Indien, Afrasiab Mehdi Hashmi, verurteilte im Namen der Regierung in Islamabad die Anschläge.

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