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29 Menschen werden noch vermisst

Tote bei Brand auf Ölplattform im Kaspischen Meer

Baku - Mit Schiffen, Hubschraubern und Tauchern suchen Bergungsteams vor der Küste von Aserbaidschan nach Dutzenden Arbeitern einer Ölplattform. Sie sind seit einem Feuer verschwunden. Gibt es Hoffnung für die Männer?

Nach dem schweren Brand auf einer Ölplattform im Kaspischen Meer ist die Zahl der Toten auf mindestens sieben gestiegen. Bergungsteams entdeckten etwa 60 Kilometer von der Bohrinsel entfernt die Leichen mehrerer Arbeiter im Wasser, wie der Zivilschutz der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan in der Hauptstadt Baku mitteilte. Rettungsteams suchten am Montag noch nach 23 vermissten Männern.

Dabei wurden auch Hubschrauber und Taucher eingesetzt. Heftige Böen und hoher Wellengang behinderten die Arbeiten. Starker Wind hatte auf der Bohrinsel im Günesli-Ölfeld eine Gasleitung abgerissen und am Freitagabend das Feuer ausgelöst.

Einsatzteams der Südkaukasusrepublik hatten kurz nach Ausbruch des Brands 33 Arbeiter von der Plattform geborgen. Einer der Geretteten zeigte sich skeptisch, dass weitere Männer lebend gefunden werden könnten. Im kalten Kaspischen Meer könne wohl niemand länger als vier Stunden überleben, sagte er Medien zufolge.

Die im Wasser entdeckten Männer hätten Schwimmwesten getragen, sagte ein Behördensprecher in Baku. Die Leichen würden nun per Hubschrauber an Land gebracht. Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte in einem Telegramm an seinen aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev sein Beileid.

Das Feuer auf der Ölplattform sei noch nicht vollständig gelöscht, teilte das staatliche aserbaidschanische Energieunternehmen Socar mit, das die Bohrinsel „Nr. 10“ betreibt. Löschschiffe würden nun mit Spezialschaum versuchen, die Flammen zu ersticken. Das Günesli-Ölfeld liegt etwa 120 Kilometer östlich von Baku im Kaspischen Meer. Das autoritär regierte Aserbaidschan ist reich an Bodenschätzen.

dpa

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