Tote an griechischer Insel angespült

Athen - Auf der griechischen Insel Chios in der Ostägäis sind am Sonntag drei Tote angeschwemmt worden. Offenbar handelte es sich um illegale Einwanderer.

Wie die Athener Nachrichtenagentur AMNA meldet, wurden zwei der Toten am Morgen von Fischern an Stränden im Südwesten der Insel gefunden. Den dritten barg die Küstenwache am frühen Nachmittag an der Südspitze von Chios. Laut gerichtsmedizinischer Untersuchung sollen sie in den vergangenen beiden Tagen ertrunken sein.

Am Samstag waren auf der benachbarten Inselgruppe Inousses drei Migranten aufgegriffen worden. Sie gaben an, zehn Stunden geschwommen zu sein, nachdem ihr Boot kurz nach der Abfahrt aus der Türkei gesunken war. Ob die Toten zu derselben Gruppe gehören, ist unklar.

Griechenland ist wegen der langen Küstenlinie und der zahllosen Inseln in der Ägäis ein bevorzugtes Ziel für Flüchtlinge, die in die EU einreisen wollen. Seit der effektiveren Überwachung der Landgrenze zur Türkei haben die illegalen Grenzübertritte über das Meer weiter zugenommen. Dabei kommt es immer wieder zu Bootsunglücken. Zuletzt ertranken im Dezember vor der Insel Lesbos mehr als 20 Menschen.

dpa

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