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Bei dem Brand in Saarbrücken sind vier Kinder gestorben.

Tote Kinder: Was war die Ursache des Feuers?

Saarbrücken - Die Polizei sucht weiter nach der Ursache des Wohnhausbrandes in Saarbrücken, bei dem am Freitagmorgen vier Kinder ums Leben kamen. Näheren Aufschluss erhoffen sich die Ermittler auch vom Ergebnis der Obduktion der Leichen

Mit deren vollständiger Auswertung wird aber erst am Montag gerechnet. Das Feuer könnte auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sein, sagte ein Polizeisprecher am Samstag auf dapd-Anfrage. Ein technischer Defekt komme wegen des abgestellten Stroms in der Wohnung kaum infrage. Auch ein Verbrechen schloss die Polizei aus.

Bei dem Feuer starben am frühen Freitagmorgen drei Jahre alte Zwillingsbrüder sowie ein fünf und ein sieben Jahre altes Mädchen.Die Feuerwehr rettete die Eltern und einen Säugling. Die 27 Jahre alte Mutter wurde am Freitagabend aus dem Krankenhaus entlassen, der 28-jährige Vater und das etwa ein Jahr alte Mädchen blieben nach Polizeiangaben noch zur Beobachtung in der Klinik. Der Polizeisprecher verwies darauf, dass es nach dem Einatmen von so viel Rauchgas üblich sei, die Patienten 48 Stunden zu beobachten, um Spätfolgen auszuschließen.

Die Obduktion der vier toten Kinder ist nach seinen Angaben bereits abgeschlossen. Es stünden aber beispielsweise noch toxikologische Gutachten über den Rauchgasanteil aus. Bis zu endgültigen Aussagen darüber, warum es zu dem Feuer kam, müsse das Ergebnis der Brandursachenforschung abgewartet werden. Dazu gehöre auch Aufschluss darüber, ob es nur eine Brandausbruchsstelle gab.

Anwalt erhebt Vorwurf gegen die Feuerwehr

Es habe sich nichts an der in der Pressekonferenz vom Freitag geäußerten Einschätzung geändert, wonach ein technischer Defekt kaum infrage komme, weil der Familie der Strom schon vor dem Brand abgestellt worden war. Nach den bisherigen Untersuchungen gebe es aber auch keine Anzeichen dafür, dass an der abgestellten Stromleitung manipuliert worden sei. Wenn auch kein Strom aus anderer Quelle bezogen worden sei, könnten etwa eine Kerze oder Zigaretten als Auslöser des Feuers infrage kommen. Wichtig für die Ermittlungen sei natürlich auch die Vernehmung der Eltern, die ebenfalls für Montag geplant sei.

Vermutlich werde daran auch der Rechtsanwalt der Familie teilnehmen, der am Freitag in einem Brief an die Polizei schwere Vorwürfe gegen die Feuerwehr erhoben hatte. Darin heißt es, die Feuerwehr habe auf Hinweise der Mutter auf die noch im Haus befindlichen Kinder nicht reagiert. Der Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, Stefan Schun, wies diese Anschuldigung entschieden zurück. Dennoch ist der Brief des Anwalts Teil der Ermittlungen, wie der Polizeisprecher am Samstag sagte.

dapd

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