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Die südamerikanischen Länder Chile und Uruguay sind von schweren Unwettern heimgesucht worden. Einige Menschen starben. In Santiago de Chile sorgten heftige Regenfälle für Überschwemmungen. Gut vier Millionen Menschen haben kein Trinkwasser.

Tornados und Überschwemmungen

Tote nach Unwettern in Chile und Uruguay

Montevideo/Santiago de Chile - Unwetter an beiden Küsten Südamerikas hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Menschen sterben in Uruguay und Chile. Tausende werden obdachlos.

Schwere Unwetter in Uruguay und Chile haben mehrere Menschen das Leben gekostet. Im kleinen Uruguay an der Atlantikküste starben nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde SINAE vom Sonntag (Ortszeit) acht Menschen - fünf davon bei einem Tornado und drei bei Überschwemmungen von Flüssen. Eine weitere vermisste Person galt demnach als wahrscheinlich tot.

Der Tornado hatte am Freitag die kleine Ortschaft Dolores 240 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Montevideo verwüstet. Mehrere Häuser waren dort eingestürzt. Uruguays Präsident Tabaré Vázquez besuchte am Sonntag die etwa 25 000 Einwohner zählende Gemeinde.

Hinzu kamen am Wochenende starke Regenfälle im ganzen Land. Mehr als 30 Straßen wurden laut SINAE gesperrt, über 3500 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Der meteorologische Dienst warnte vor einem neuen Gewitter, das in der Nacht zum Dienstag mit Windböen von bis zu 120 Stundenkilometern erwartet wurde.

Verwüstungen nach Unwetter in Chile

Auch in Chile an der Pazifikküste richteten heftige Unwetter Verwüstungen an. Dort kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, weitere zehn galten als vermisst. Über 400 Menschen waren laut einem Bericht des Katastrophendienstes Onemi am Montag noch wegen Überflutungen und heftiger Regenfälle vor allem im Zentrum des Landes von der Außenwelt abgeschnitten.

Schäden gab es auch im Großraum um die Hauptstadt Santiago. Dort trat der Fluss Mapocho über die Ufer. Als Ursache für die Überflutungen in mehreren Stadtteilen machten die Behörden Bauarbeiten in der Nähe des Flusses aus. Die überhöhte Verschmutzung des Flusswassers führte zu einer vorübergeheneden Unterbrechung der Wasseraufnahme bei Kläranlagen. Eine Million Haushalte waren am Sonntag in Chile ohne Wasser. Die Lage normalisierte sich größtenteils am Montag aber.

In Ecuador starben am Montag bei einem starken Erdbeben mindestens 350 Menschen.

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