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Schwere Vorwürfe gegen das südsudansiche Militär: Es hat angeblich 50 Menschen in Containern ersticken lassen.

Tote im Südsudan

50 Menschen ersticken in Container

Addis Abeba/Juba - Soldaten haben angeblich im Südsudan Zivilisten in einem Container ersticken lassen. Die Regierung weist die Vorwürfe zurück.

Im krisengeschüttelten Südsudan haben Soldaten einem Bericht zufolge rund 50 Menschen in einem Schiffscontainer ersticken lassen. Die Soldaten hätten die Zivilisten im Oktober im Norden des ölreichen Landes trotz großer Hitze in einen geschlossenen Container gepfercht, hieß es in einem Bericht der Gemeinsamen Kommission zur Begleitung und Bewertung (JMEC).

Die Regierung wies die Anschuldigung als „vollkommen lächerlich“ zurück. Der Vorfall sei ein Hirngespinst von Regierungsgegnern, sagte Ateny Wek Ateny, der Sprecher des südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir.

Die JMEC-Kommission wurde geschaffen, um die Umsetzung eines im August unterzeichneten Friedensabkommens zwischen der Regierung und Rebellen zu überwachen. Sie hatte den Bericht am späten Sonntag der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba vorgelegt. Möglichen Motive für die Handlung der Soldaten blieben zunächst unklar.

In dem ostafrikanischen Staat herrscht seit Dezember 2013 ein Machtkampf zwischen dem südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und Riek Machar, dem Anführer oppositioneller Rebellen. Dabei spielen auch ethnische Hintergründe eine Rolle: Kiir gehört zur größten Volksgruppe im Land, den Dinka, Machar dagegen ist ein Nuer.

Als Folge der Gewalt starben im jüngsten Staat Afrikas Zehntausende Menschen, mehr als 2,2 Millionen wurden vertrieben. Mehr als 860.000 Menschen - das sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung - hungern nach Angaben von Hilfsorganisationen.

DPA

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