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Ein Dorf der halbnomadischen Hirten Orma wurde überfallen

45 Häuser niedergebrannt

39 Tote bei unfassbarem Überfall

Nairobi - Ein blutiger Konflikt zwischen Bauern und Hirten in Kenia flammt wieder auf. Ein Überfall hat mindestens 39 Tote gefordert, 45 Häuser wurden niedergebrannt.

Bei einem Überfall von Bauern des Pokomo-Stammes auf ein Dorf der halbnomadischen Orma im Tana-Delta wurden nach Polizeiangaben am Freitagmorgen mindestens 39 Menschen getötet. 45 Häuser seien niedergebrannt worden, berichtete das Rote Kreuz.

Erst im August und September waren bei Zusammenstößen zwischen Pokomo und Orma mindestens 100 Menschen getötet worden. Bei dem seit Jahren andauernden Streit geht es um Wasser- und Weiderechte. Der UN-Nothilfekoordinator für Kenia, Aeneas Chuma, vermutete im August aber auch einen Zusammenhang mit der Neubestimmung von Wahlkreisen vor der im März bevorstehenden Präsidentschaftswahl.

Ein Parlamentsabgeordneter aus der Region und Verteidigungsminister Jussuf Hadschdsch beschuldigten sich gegenseitig, hinter den Kämpfen zu stecken. Die Konkurrenz zwischen möglichen Kandidaten hat die politischen Spannungen und Stammesstreitigkeiten in Kenia angeheizt und weckt Befürchtungen, dass die Wahl wieder so blutig ausarten könnte wie 2007 mit mehr als 1.000 Toten.

dapd

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