1. Startseite
  2. Welt

Tote und Verletzte durch Sturm in Budapest

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null

- Budapest - Böses Ende eines Straßenfestes zum Nationalfeiertag in Budapest: Ein heftiger Sturm forderte am späten Sonntagabend mindestens drei Todesopfer, mehr als 250 Menschen wurden verletzt und zwei weitere gelten nach offiziellen Angaben noch als vermisst. Die ungarische Regierung ordnete am Montag eine Untersuchung zum Katastrophenmanagement an. Unter den Besuchern war eine Massenpanik ausgebrochen, als das Unwetter plötzlich aufzog.

 Bei den Untersuchungen dürfte es auch darum gehen, ob das Straßenfest mit Feuerwerk angesichts einer vorliegenden Sturmwarnung hätte abgesagt werden müssen.

Unter den Todesopfern ist auch ein zwölfjähriges Mädchen, das von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Zwei Menschen wurden noch in den Donaufluten vermisst, nachdem ihr Boot im Sturm umgekippt war. Mehrere Schiffe stießen zusammen, dabei stürzten viele Menschen ins Wasser.

Medien bezifferten die Zahl der Verletzten unter Berufung auf Angaben von Krankenhäusern und Rettern auf 287. Davon schwebten 39 Opfer in Lebensgefahr, darunter sieben Kinder, berichtete die Internetzeitung index.hu. In den meisten Fällen gehe es um Prellungen am Schädel, Knochenbrüche, vereinzelt auch Verletzungen durch Blitzschlag.

Der Sturm hatte mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 Stundenkilometern zu toben begonnen, als sich gerade mehrere hunderttausend Menschen versammelt hatten, um das alljährliche Feuerwerk zum Tag des Staatsgründers, König Stephan des Heiligen, zu sehen. In der Menschenmenge, die vor allem an den Donauufern und auf den Brücken stand, sei Panik ausgebrochen. Nach Schätzungen der Medien waren anderthalb Millionen Menschen in Budapest auf der Straße, so viele wie noch nie zuvor aus diesem Anlass.

Bäume stürzten um, Dächer wurden mitgerissen. Kinder wurden durch den Sturm und das Gedränge von ihren Eltern getrennt. Große Schäden an Dächern gab es unter anderem auf der Budapester Burg, darunter am Sandor-Palast, dem Amtssitz des Staatspräsidenten Laszlo Solyom.

Auch interessant

Kommentare