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Troja-Entdecker Heinrich Schliemann

Dabei starb er vor 121 Jahren

Toter Archäologe Schliemann tappt in Abo-Falle

Ankershagen - Obwohl er bereits 1890 starb, liest Heinrich Schliemann gerne Frauenzeitschriften? Wohl kaum - doch das Abonnement sollte Deutschlands bekanntester Archäologe trotzdem zahlen.

Einen entsprechenden Bericht des Neubrandenburger „Nordkurier“ (Freitag) bestätigte der Leiter des Schliemann-Museums Ankershagen in Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Witte, am Freitag.

Die Rechnung über 12,70 Euro an den Kontoinhaber Heinrich Schliemann war an die Adresse „Heinrich Schliemann, Lindenallee 1“ in Ankershagen adressiert. Da auch eine Zeitschrift eintraf, beantwortete Witte das Schreiben per Brief. Er wies darauf hin, dass Schliemann zwar dort als Kind gewohnt habe, aber seit „geraumer Zeit“ tot sei.

„Mit dieser Abo-Bestellung hat sich wohl jemand einen Scherz erlaubt. Dass es sich bei dem vermeintlichen Abonnenten um den Entdecker Schliemann handelt, blieb bei uns leider unentdeckt“, erklärte die Sprecherin des Verlags in Essen. Das Abonnement des Titels „Echo der Frau“ werde sofort storniert. 

In dem kleinen Dorf lebte der spätere Troja-Entdecker als Kind von 1823 bis 1831, als sein Vater dort als Pastor arbeitete. Das ehemalige Pfarrhaus ist heute Sitz des Schliemann-Museums. Es erinnert an den Troja-Ausgräber und gilt als Zentrum der Schliemann-Forschung in Deutschland.

dpa

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